barrierefreies badezimmer

Zu einer alters- oder behindertengerechten Wohnraumgestaltung gehört auch ein barrierefreies Badezimmer unausweichlich mit dazu. Das größere Projekt soll vor allem  mehr Sicherheit und Selbstständigkeit bei der Körperpflege bringen. Bei der Planung und Durchführung eines solchen Umbaues gibt es aber einiger Herausforderungen. Desweiteren wollen wir Sie über die möglichen Zuschüsse von bis zu 4000€ aufklären.


Was genau ist ein Barrierefreier Badumbau?

Für ein barrierefreies Badezimmer ist oft ein kompletter Badumbau erforderlich. Meistens sind die nötigen mobilitätsfördernde Maßnahmen nur bedingt in einem bestehenden Badezimmer zu verwirklichen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten um eine Badezimmer barrierefrei zu gestalten und Sie müssen selbst abschätzen welche Maßnahmen für den pflegebedürftigen Menschen am wichtigsten sind.


Maßnahmen für ein barrierefreies Badezimmer

Es werden grundsätzlich vier Maßnahmen unterschieden, mit denen Sie ein Badezimmer barrierefrei umgestalten können.

Zum einen ist das der Umbau einer Badewanne zu einer Dusche. Auf der einen Seite sind die Kosten überschaubar, auf der anderen Seite ergibt sich ein großer Komfort für die in der Mobilität beeinträchtigte Person. Der Einstieg über hohe Wannenränder ist schwierig und kann gefährlich sein. Wohingegen eine ebenerdige Dusche hilft, dieses Problem zu umgehen.

Eine andere Möglichkeit ist der Einbau einer Badewannentür. Der Vorteil ist hier, dass auf den Komfort einer Badewanne nicht verzichten werden muss. So wird nachträglich eine Badewannentür in die Wände der Badewanne eingebaut, um so den Einstieg komfortabel zu gestalten. Sie finden meist für jede Badewanne eine passende Badewannentür, welche immer wasserdicht abschließen. Der Vorteil einer Badewannentür ist der kostengünstige Einbau.

Die dritte Option ist der Einbau einer Sitzbadewanne. Dies ist eine extra für Senioren oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen angefertigte Sitzbadewanne. Sie bietet einen hohen Komfort und vor allem Sicherheit in der Anwendung. Diese Art von Badewanne ist speziell  für das Sitzen konzipiert. Das Aufstehen fällt so leichter und auch das Waschen oder assistierte Waschen ist so angenehmer möglich.

Eine andere Maßnahme wäre ein Badewannenlift. Wer nicht auf den Komfort einer Badewanne verzichten möchte, und für den auch keine Umbaumaßnahmen infrage kommen, für den ist der Badewannenlift die beste Möglichkeit. Der Badewannenlift besteht aus einem Sitz und einer Rückenlehne. Dieser wird mit einer Bodenplatte in der Badewanne befestigt und kann bei Bedarf herabgesenkt werden. Es existieren schwenk- und drehbare Varianten und die Steuerung funktioniert mithilfe einer Fernbedienung und ist somit sehr komfortabel.


Die Vor- und Nachteile eines barrierefreien Badezimmers

Der Umbau zu einem barrierefreien Badezimmer hat viele Vorteile. Der größte Vorteil ist der höhere Komfort und die erhöhte Sicherheit bei der Verwendung des Badezimmers. Die Sorge um eventuelle Kosten sind meist unbegründet, denn Sie können bei einem anerkannten Pflegegrad Ihrer Angehörigen mit einem Zuschuss von bis zu 4000 Euro rechnen. Damit sind in den meisten Fällen alle Umbaukosten bereits abgedeckt. Doch auch für Personen ohne Pflegegrad existieren zahlreiche Fördermöglichkeiten.

Nachteile ergeben sich lediglich dann, wenn die Förderung gering ausfällt und Sie die Kosten selbst tragen müssen. Hinzu kommt, dass das Badezimmer, was zum barrierefreien Badezimmer umgebaut werden soll, für ein paar Stunden nicht nutzbar sein wird. In diesem Fall ist eine rechtzeitige Planung notwendig.


3D-Planer für ein barrierefreies Badezimmer

Der Verein „Verein Barrierefrei Leben“ bietet auf seiner Internetseite Mustergrundrisse von barrierefreien Badezimmern an. Mit dem kostenlosen 3D-Planer können Sie sich einen Eindruck davon machen, wie ein barrierefreies Badezimmer für Ihre zu pflegenden Angehörigen aussehen kann.