Finanzierung einer 24-Stunden-Pflege

Zuverlässige 24-Stunden-Pflegekräfte für Ihre geliebte Angehörigen mit starken Beeinträchtigungen zu finden, hat für Sie sicher die höchste Priorität. Doch die Kosten dürfen nicht unterschätzt werden. Wie kann die Finanzierung gewährleistet werden? Dies und weitere Informationen rund um die Finanzierung einer 24-Stunden-Pflege finden Sie hier.
 


Pflegegrade und Zuschüsse zur Finanzierung einer 24-Stunden-Pflege

Um die Finanzierung für eine 24-Stunden-Pflegekraft zu decken, können pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige verschiedene Förderungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen. Das Pflegegeld sollte beantragt werden, um die Finanzierung einer 24-Stunden-Pflege realisieren zu können. Bei der Beitragsberechnung wird zwischen den Pflegegraden 1-5 unterschieden. Der individuelle Pflegegrad und der Anspruch auf Zuschüsse werden von dem medizinischen Dienst der jeweiligen Krankenkasse berechnet. Bei Privatversicherten wird die Prüfung von MEDICPROOF als Begutachtungsstelle übernommen. Für die Prüfung werden unabhängige Gutachter zu Ihren Angehörigen nach Hause kommen und die Schwere der Pflegebedürftigkeit sowie die Gegebenheiten vor Ort prüfen. Die endgültige Entscheidung über die Einschätzung in den entsprechenden Pflegegrad basiert auf der Grundlage von verschiedenen Faktoren. Die Begutachtung wird nach einem Punktesystem bewertet und je mehr Punkte vergeben werden, desto höher ist die Einstufung. Je höher wiederum die Einstufung ist, desto höher fällt dann der Zuschuss zur Finanzierung einer 24-Stunden-Pflege aus. Das Gutachten, das zur Ermittlung des Pflegegrades erstellt wird, orientiert sich an den psychischen und physischen Einschränkungen der Betroffenen, insbesondere an der Eignung zur Selbstversorgung, der Mobilität sowie kognitive und kommunikative Fähigkeiten.


Verhinderungspflegegeld zur Finanzierung einer 24-Stunden-Pflege

Die Betreuung Ihres pflegebedürftigen Angehörigen stellt eine große psychische und zeitintensive Herausforderung für Sie dar. Daher gibt es die Möglichkeit, eine sogenannte Verhinderungspflege oder Ersatzpflege, zu beantragen. Diese kann als externe Leistung bei der zuständigen Krankenkasse als Auszahlung des Verhinderungspflegegeldes beantragt werden. Diese Beanspruchung einer Verhinderungspflege ist besonders relevant für Sie, wenn Sie eine 24-Stunden-Pflege beauftragt haben und rund um die Uhr für Ihren pflegebedürftigen Angehörigen da sein möchten. Der Zuschuss kann dann für Zeiten beansprucht werden, in denen Sie kurz Abstand benötigen und anderen beruflichen oder privaten Verpflichtungen nachgehen müssen. So brauchen Sie sich für den beantragten Zeitraum keine Sorgen um die Finanzierung der 24-Stunden-Pflege machen. Das Verhinderungspflegegeld steht allen Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 1 zu und kann bei der Krankenkasse beantragt werden. Eine Voraussetzung für die Beantragung einer Ersatzpflegekraft ist, dass Ihr Angehöriger bereits für 6 Monate von Ihnen versorgt wurde. Bei erfolgreicher Antragsstellung übernimmt die Pflegekasse die Kosten für eine Ersatzpflegekraft für maximal 6 Wochen im Jahr mit einem Betrag von bis zu 2.418 Euro. Dieser setzt sich aus dem Grundbetrag von 1.612 Euro und einem maximalen Zuschuss von 806 Euro zur Kurzzeitpflege zusammen.


Weitere Möglichkeiten zur Finanzierung einer 24-Stunden-Pflege in der Übersicht

Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung einer 24-Stunden-Pflege sind Steuererleichterungen. Die finanziellen Aufwendungen können bis zu einem maximalen Betrag von 4.000 Euro als haushaltsnahe Dienstleistung oder außergewöhnliche Belastung mit der Einkommenssteuer verrechnet werden. Zudem ist die Beantragung von Pflegehilfsmitteln ab dem Pflegegrad 1 möglich. Die Antragsstellung erfolgt bei der zuständigen Pflegekasse und Sie müssen nachweisen, dass die jeweiligen Hilfsmittel zur Pflege Ihres Angehörigen notwendig sind. Bei erfolgreicher Antragsstellung stehen Ihnen dann zusätzlich 40 Euro im Monat zu, die Sie entweder selbst für Pflegehilfsmittel ausgeben oder die Ihnen direkt zugeschickt werden. Wichtig ist, dass die genaue Höhe der Zuschüsse zur Finanzierung vom individuellen Einzelfall abhängig ist. Beispielsweise können Sie für eine 24-Stunden-Pflegekraft mit mittleren Sprachkenntnissen ab 1.948 € veranschlagen. Durch das Pflegegeld beim Pflegegrad 3 (545,00 €), einem Verhinderungspflegegeld von 201,50 € und einer Steuerförderung von 333,00 € hätten Sie in diesem Beispiel bereits 1.079,50 € finanziert und müssten so nur noch die Kosten von 868,50 € der 24-Stunden-Pflege selbst tragen.

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