Senior beim Kostenvergleich für Pflegeheim

Die Entscheidung darüber, ob man im Alter lieber zu Hause wohnen oder in ein Pflegeheim umziehen möchte, ist nicht zuletzt von den finanziellen Möglichkeiten abhängig. Während eine individuelle Betreuung in den eigenen vier Wänden auf den ersten Blick attraktiv erscheint, sind viele Senioren von den vermeintlich hohen Kosten abgeschreckt. Ein Vergleich der Kosten zwischen Pflegeheim und häuslicher Betreuung zeigt, was wirklich günstiger ist.

 

Mit diesen Kosten für das Pflegeheim müssen Sie rechnen

Die Kosten für ein Pflegeheim setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen, die teilweise auch davon abhängen, welche Leistungen erbracht werden.

  • Pflegesatz: Der Pflegesatz richtet sich nach dem Pflegegrad des Bewohners und dient der Finanzierung der Pflege- und Betreuungsleistungen. Er wird zwischen dem Pflegeheim und dem Kostenträger vereinbart und auch direkt abgerechnet.
  • Unterbringungskosten: Sie beinhalten alle Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung, die Bereitstellung von Bettwäsche und Handtüchern sowie die Reinigung des Zimmers und weitere Dienstleistungen.
  • Investitionskosten: Diese werden vom Träger der Pflegeeinrichtung für die Unkosten berechnet, die für Erwerb und Instandhaltung des Pflegeheims aufkommen.
  • Komfortleistungen: Einige Pflegeheime bieten zusätzliche Leistungen, wie etwa Einzelzimmer an, für die in der Regel ein Kostenzuschlag erhoben wird.

Die private oder gesetzliche Pflegeversicherung leistet in der Regel einen bestimmten Kostenbeitrag, der von der Höhe des Pflegegrads abhängt. Dieser deckt den Pflegesatz aber nicht komplett ab, sondern es bleibt ein Eigenanteil, der bei allen Pflegegraden, außer Pflegegrad I, gleich ist. Vor allem bei einer geringen Pflegebedürftigkeit lohnt sich daher die Betreuung zu Hause.

Vergleich der Kosten: Pflegeheim und Betreuung zu Hause

Einige der Kosten, die für die Betreuung in einem Pflegeheim berechnet werden, fallen natürlich auch bei der häuslichen Pfelge an. Die Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung sind allerdings deutlich geringer, Investitionskosten fallen komplett weg. Auch zusätzliche Zahlungen, wie etwa für Komfortleistungen, entfallen bei einer häuslichen Pflege.

Zugleich zahlt auch bei einer 24-Stunden-Betreuung die Pflegeversicherung einen Anteil der Kosten. Die Höhe des sogenannten Pflegegelds richtet sich ebenfalls nach dem festgestellten Pflegegrad und wird dann ausgezahlt, wenn Angehörige oder Dritte den pflegebedürftigen Menschen im eigenen Zuhause betreuen. Der Betrag ist zwar etwas geringer als die Pflegesätze, die für die Unterbringung in einem Pflegeheim gezahlt werden, bei der häuslichen Betreuung bietet die Pflegeversicherung aber stattdessen auch finanzielle Hilfe für die Beschaffung von Verbrauchspflegebedarf und bei Umbauten, um die Räumlichkeiten barrierefrei zu gestalten. Auch Pflegemittel wie Rollstühle oder Rollatoren werden von der Versicherung zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt.

Nicht zuletzt können Sie die Dienste einer 24h-Stunden-Pflege auch als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzen. Dies bringt immerhin eine Ersparnis von mehreren tausend Euro im Jahr mit sich.

Fazit im Kostenvergleich: Pflegeheim oder die Betreuung zu Hause?

Wenn alte und pflegebedürftige Menschen dank der 24-Stunden-Betreuung weiterhin im eigenen Zuhause bleiben können, bedeutet das also nicht nur eine geringere Umstellung in der Lebensführung, mehr Komfort und eine individuellere Pflege – auch aus finanzieller Sicht sind die Kosten für ein Pflegeheim insgesamt höher, daher ist die 24-Stunden-Pflege eine gute Alternative. Wenn Sie eine seriöse Vermittlungsagentur beauftragen, gehen Sie gleichzeitig sicher, dass Ihre 24-Stunden-Pflegekraft legal beschäftigt wird und sozialversichert ist. Der Anbieter informiert Sie in der Regel auch schon im Vorfeld detailliert über die auf Sie zukommenden Kosten und leistet gegebenenfalls Hilfestellung bei der Beantragung von staatlichen Zuschüssen.

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