Ernährung als zentrale Aufgabe der 24-Stunden-Pflege

In Deutschland sind Schätzungen zufolge über 150.000 Menschen aus Osteuropa in der 24-Stunden-Pflege tätig. Die überwiegend weiblichen Betreuer übernehmen unzählige Aufgaben im Alltag der anvertrauten Senioren und ermöglichen damit den Verbleib in den eigenen vier Wänden.

Doch nicht alle Leistungen sind legal möglich. Es gibt verschiedene Tätigkeiten, die nicht durch eine osteuropäische Pflegekraft durchgeführt werden dürfen. Welche Aufgaben in der 24-Stunden-Pflege übernommen werden und wo auf externe Hilfe zurückgegriffen werden muss, erfahren Sie in diesem Beitrag.


 


Welche Aufgaben werden bei einer 24-Stunden-Pflege übernommen?


Die 24-Stunden-Pflege unterstützt bei zahlreichen Aufgaben des täglichen Lebens. Wie der Betreuungsalltag dann konkret aussieht hängt nicht zuletzt auch vom Hilfsbedarf der betreuten Person und dem Wohnumfeld ab. Grundsätzlich lässt sich die 24-Stunden-Pflege in vier Aufgabenbereiche einteilen: Grundpflege, Hauswirtschaft, Ernährung und soziale Betreuung


Grundpflege


Die Grundpflege ist eine zentrale Aufgabe der 24-Stunden-Pflegekraft. Unter dem Begriff wird die Erfüllung der elementaren Bedürfnisse eines Menschen verstanden. Dazu zählt zum einen die Körperpflege, also die Unterstützung beim Waschen, Kürzen der Nägel, Pflegen der Haare und der Haut. Auch der Toilettengang bzw. der Wechsel von Inkontinenzmaterial fällt in diesen Aufgabenbereich. Je nach Bedürfnissen des Patienten gehört auch das Lagern oder der Transfer in den Rollstuhl zu den typischen grundpflegerischen Tätigkeiten. Patienten mit altersbedingter Gehschwäche werden ebenfalls unterstützt, sei es beim Treppensteigen oder kurzen Spaziergängen im Freien. Auch an die Einnahme der Medikamente erinnern die Betreuungskräfte, wenn vorher eine kurze Einweisung erfolgt.


Hauswirtschaft


Jeder Mensch wünscht sich ein ordentliches und gepflegtes Umfeld, in dem er würdevoll Leben kann. Daher ist auch die Grundreinigung der Wohnung Aufgabe einer 24-Stunden-Pflege. In regelmäßigen Abständen und nach Wunsch des Kunden wird der Wohnbereich gesaugt, gewischt und aufgeräumt. Auch die Kleidung, Vorhänge und Bettwäsche werden gereinigt und gepflegt. Leben Tiere im Haushalt übernimmt die Betreuungskraft ebenso deren Versorgung. Auch die Pflege der Zimmerpflanzen ist Aufgabe einer 24-Stunden-Pflege.


Ernährung


Im Alter bekommt die Ernährung einen besonderen Stellenwert. Jedoch sind viele Senioren körperlich nicht mehr in der Lage selbst einzukaufen und die Speisen zuzubereiten. Daher zählen Einkäufe und das Kochen ebenfalls zum Aufgabenbereich einer Betreuungskraft in der 24-Stunden-Pflege. Häufig wird die Zubereitung gemeinsam vorbereitet und die betreute Person aktiv mit einbezogen. Wenn es ärztliche Vorgaben, bspw. eine Diät oder bestimmte Kost gibt, wird die Betreuungskraft diese Vorgaben umsetzen, wenn das von Patient und Familie gewünscht wird.
Erhält eine Person die Nahrung über eine PEG-Sonde, zählt auch das Einhängen der Nahrungsbeutel zu den Aufgaben der 24-Stunden-Pflege.


Freizeitgestaltung


Auch im hohen Alter sind Abwechslung und eine aktive Freizeitgestaltung noch wichtig. Leider zwingen körperliche Einschränkungen viele Senioren zu einem weitgehenden Rückzug aus dem sozialen Leben. Dem entgegenzuwirken ist ein zentrales Anliegen der 24-Stunden-Pflege. Soweit es die Gesundheit zulässt unternehmen die Betreuungskräfte Spaziergänge, gemeinsame Ausflüge oder aber Besuche bei Freunden und Seniorengruppen mit dem Patienten. Hat eine Person keine Möglichkeit mehr das Haus zu verlassen, wird versucht die Freizeit innerhalb des Wohnbereiches bestmöglich zu gestalten. Dabei können Gesellschaftsspiele genutzt werden oder auch gemeinsame Gespräche stattfinden.
 


Welche Aufgaben dürfen 24-Stunden-Pflegekräfte nicht erledigen?


Bei der 24-Stunden-Pflege handelt es sich dem Aufgabenbereich nach, eher um eine Betreuung als um eine medizinische Pflege. Das liegt in erster Linie daran, dass die osteuropäischen Betreuungskräfte durch die fehlende Anerkennung ihrer Pflegeausbildung keine medizinischen Dienstleistungen erbringen dürfen. Das bedeutet in der Praxis, dass für bspw. das Setzen von Spritzen ein ambulanter Pflegedienst hinzugezogen werden muss.

Neben den gesetzlichen Beschränkungen schließen viele Dienstleister aus Haftungsgründen einige Aufgaben aus. Dazu zählen bspw. Entrümpelungs- und schwere Gartenarbeiten. Aufgrund der hohen Unfallgefahr ist häufig auch das Putzen der Fenster ausgeschlossen, insbesondere, wenn dafür eine Leiter benötigt wird.

Neben diesen Punkten dürfen Betreuungskräfte in der 24-Stunden-Pflege jedoch nahezu alle Aufgaben im häuslichen Bereich und der Alltagsbegleitung übernehmen. Welche Tätigkeiten konkret anfallen, sollte die Agentur bereits bei der Angebotserstellung erfragen und mit den Betreuungskräften besprechen. Ihre konkreten Wünsche können Sie bei uns direkt im Erfassungsbogen beschreiben und Sie erhalten kurzfristig Vorschläge für eine 24-Stunden-Pflege, die diese Aufgaben übernimmt.