Pflegehilfe Hamburg - West

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Hamburg hat mit 5,1 Prozent die niedrigste Pflegequote aller Bundesländer. Das liegt nicht daran, dass hier weniger gepflegt würde, sondern daran, dass die Stadt jung ist: Wer im Alter Pflege braucht, ist häufig längst ins Umland gezogen. Die 96.606 Pflegebedürftigen verteilen sich deshalb auf eine Bevölkerung, die im Schnitt deutlich jünger ist als die in Flächenländern.
85,1 Prozent von ihnen werden zu Hause versorgt. Auffällig ist die Zusammensetzung: Nur 47,7 Prozent werden allein von Angehörigen gepflegt, einer der niedrigsten Werte bundesweit, dafür sind ambulante Dienste mit 26,9 Prozent überdurchschnittlich stark im Einsatz. In einer Stadt, in der Kinder und Eltern selten in derselben Straße wohnen, übernimmt der Dienst, was anderswo die Familie leistet.
Ein ambulanter Dienst kommt zwei- oder dreimal am Tag. Eine 24-Stunden-Betreuungskraft ist immer da. Für viele Hamburger Familien ist genau das der Unterschied, um den es geht, und es ist der Grund, warum eine Betreuung im eigenen Zuhause hier so oft die Alternative zum Heimplatz ist.
Der Platz ist in Hamburg allerdings die Hürde. Eine Betreuungskraft lebt mit im Haushalt und braucht ein eigenes, abschließbares Zimmer. In der Altbauwohnung in Eimsbüttel wird das eng, im Reihenhaus in Rahlstedt selten. Ihr Ansprechpartner klärt das im ersten Gespräch, bevor über alles andere geredet wird.