Sitzbadewannen für Senioren

Sitzbadewannen werden speziell für mobileingeschränkte Personen entwickelt und bieten mehr Sicherheit, Selbstständigkeit und Komfort beim Baden. Im Gegensatz zur herkömmlichen Variante lässt sich der Waschvorgang so im Sitzen durchführen und auch Platz wird durch die Sitzwanne gespart. So können Sie oder eine Hilfskraft Ihren Angehörigen bedeutend besser waschen. Der Einbau einer Sitzbadewanne ist kostenaufwendig, lässt sich jedoch durch Zuschüsse finanzieren.
 


Konzeption und Installation

Eine Sitzbadewanne weist ähnliche Maße wie eine Duschkabine auf und ist somit im Vergleich zu einer normalen Badewanne sehr platzsparend. Sie verfügt über eine stabile, erhöhte Sitzbank, die sich an der Seitenwand der Wanne befindet. Sie steigert zudem das Sicherheitsempfinden Ihres Angehörigen und erleichtert das Aufstehen. Der Einstieg erfolgt über eine wasserdichte Tür, daher sollten Sie in kleinen Wohnungen eine sich nach innen öffnende Türe wählen. Da die Sitzbadewanne nur durch eine Silikonabdichtung mit der Wand des Badezimmers verbunden wird, dauert die Montage durch einen Fachbetrieb oft wenige Stunden.


Die Vorteile einer Sitzbadewanne

Eine Sitzbadewanne bringt für Sie und Ihren Angehörigen eine Menge Vorteile mit sich:

  • Sicherheit: Eine rutschfeste Sitzfläche und ein rutschfester Boden bieten Schutz, während der erhöhte Sitz das Aufstehen erleichtert.
  • Erleichterter Einstieg: Bei einer Gehbehinderung können Ihre Angehörigen leichter in die Wanne einsteigen. Das erleichtert zumindest ein wenig die Mobilität.
  • Wasserersparnis: Im Vergleich zu einer normalen Badewanne, benötigt man aufgrund der geringeren Maße viel weniger Wasser. Das spart Betriebskosten.
  • Unterstützung der Hilfskraft: Die Sitzbadewanne kommt auch Ihnen und der Pflegehilfe Ihres Angehörigen zugute. Aufgrund der Höhe ist kein d Bücken mehr notwendig und die Tür verhindert das Kippen oder Fallen Ihres Angehörigen.
  • Wellness: Aus therapeutischen Gründen steht es Ärzten zu, Erweiterungen wie zum Beispiel Düsen für die Aufrüstung zu einer Massagewanne zu verschreiben. Dadurch wird das Baden für Ihren Angehörigen noch angenehmer.


Kosten und Finanzierung

Die Kosten für eine Sitzbadewanne mit Tür liegen in der Regel zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Der Preis wird von der Ausstattung, der Qualität und der Einbausituation bestimmt. Welche staatlichen Zuschüsse möglich sind, definiert §40 SGB XI, der Paragraph der Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernden Maßnahmen.
Es gibt einige Möglichkeiten, um die finanziellen Aufwendungen steuerlich geltend zu machen. Beispielsweise über die Pflegekasse. Nur Personen mit anerkanntem Pflegegrad kann die Pflegekasse bis zu 4.000 Euro bezuschussen. Dazu müssen Sie zunächst Bilder des Bades Ihres Angehörigen machen, die zeigen, dass das Bad nicht senioren- und pflegegerecht ist. Diese schicken Sie dann zusammen mit einem Kostenvoranschlag zur Kasse. Wenn Sie ein positives Entscheidungsschreiben erhalten haben, können Sie die Installation beantragen und durchführen lassen und erhalten nach Vorlage der Handwerkerrechnung eine Überweisung der verwendeten Mittel.

Auch die Krankenkasse kann helfen, eine Sitzbadewanne zu finanzieren. Wenn Arzt Ihres Angehörigen die Wanne als Hilfsmittel verschreibt, kann die Krankenkasse die Aufwendung erstatten. Vom Finanzamt können Betroffene ebenfalls Zuschüsse erhalten. Auch wenn Ihr Angehöriger bereits einen Steuerfreibetrag als körperlich eingeschränkter Mensch erhalten hat, lässt sich die Anschaffung als außergewöhnliche Leistung absetzen. Die Voraussetzungen sollten Sie mit dem Finanzamt klären. Abhängig von Ihrer finanziellen Situation oder Ihrem Einkommen lohnt es sich auch, bei der Rentenversicherung, Sozialamt und der Agentur für Arbeit nachzufragen. Als weitere Option in einer Mietwohnung könnten sie den Ihres Angehörigen Vermieter fragen, ob er sich an der Sitzbadewanne beteiligen möchte.

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