Senior mit Schmerzen im Knie durch Gonarthrose

Arthrose ist eine lästige Volkskrankheit die das Leben besonders im Alter erschwert. Verursacht die Gelenkserkrankung vornehmlich Schmerzen im Knie liegt meist eine sogenannte Gonarthrose vor. Da auf unseren Knien ein Großteil des Körpergewichtes liegt, ist die Anfälligkeit für Gelenkschäden, die letztlich zu Schmerzen im Knie führen, besonders hoch. Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie Sie einer Gonarthrose vorbeugen können, haben wir uns einmal genau angeschaut.


Ursachen und Symptome der Gonarthrose: So entstehen Schmerzen im Kniegelenk


Der Begriff Gonarthrose bezeichnet grundsätzlich eine klassische Arthrose im Knie, die häufig mit starken Schmerzen im betroffenen Gelenk einhergeht. Die Ursachen für diese Form der Arthrose können unterschiedlich sein, jedoch gibt es einige Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung maßgeblich erhöhen. Dies kann zum Beispiel Übergewicht sein oder eine Fehlstellung wie O- bzw. X-Beine. Aber auch regelmäßiges schweres Tragen oder langes Knien begünstigen die Entstehung.

Bei der Gonarthrose kommt es, wie bei allen Formen der Arthrose zu einer verstärkten Abnutzung und Schädigung des Knorpelgewebes im Gelenk. Die Folge sind Risse und Lücken im Gewebe, sowie eine Aufrauhung der Oberfläche. Das Kniegelenk ist dann nicht mehr im Stande die Reibung der angrenzenden Knochen zu reduzieren und kann Bewegungen nicht mehr vollumfänglich abfedern, nun spricht man von einer Gonarthrose. Folge der Erkrankung sind wie bereits erwähnt in erster Linie starke Schmerzen im Knie, die zu einer Einschränkung der Beweglichkeit führen. Erste Anzeichen einer Gonarthrose sind Beschwerden beim Treppensteigen oder Ein- & Aussteigen aus dem Auto. Treten bei langem Sitzen Schmerzen im Kniegelenk auf, kann dies ebenfalls ein Indiz sein. Im fortgeschrittenen Stadium kann es außerdem zum typischen Knirschen im Kniegelenk kommen. Haben Sie Schmerzen im Knie oder bemerken eines dieser Anzeichen, sollten Sie umgehend einen Arzt konsultieren.

Tipp

Bei bestimmten Berufen kann die Gonarthrose auch als Berufskrankheit eingestuft werden. Hierdurch stehen Ihnen zusätzliche Leistungen der Unfallversicherung zu.


Diagnose Gonarthrose: Ist jeder Schmerz im Knie Arthrose?


Die Ursachen für Schmerzen im Knie können höchst unterschiedlich sein, nicht immer ist eine Gonarthrose dafür verantwortlich. Umso wichtiger sind eine genaue Untersuchung und ein intensives Gespräch mit einem Mediziner. Treten bei Ihnen erste Anzeichen einer Gonarthrose auf sollten Sie umgehend einen Arzt konsultieren. Zur Diagnose wird Ihr Arzt zunächst die Beweglichkeit des Gelenks begutachten und versuchen Schäden am Gelenk zu ertasten. Schmerzen im Knie werden im Regelfall dabei ebenfalls deutlich. Eine fundierte Diagnose wird dann zumeist auf Basis eines Röntgenbildes gestellt. Markant für die Arthrose ist hier vor Allem die Verkleinerung des Gelenkspalts durch den Verlust an Knorpelgewebe und ausgleichendes Wachstum der Knochen.

Neben der Röntgenaufnahme des Knies ist häufig eine Ultraschalluntersuchung notwendig, um den genauen Grad der Gonarthrose feststellen zu können. Werden weitere Schäden, beispielsweiße an Meniskus oder Bändern vermutet folgt meist eine zusätzliche MRT-Untersuchung. Seien Sie also vorsichtig mit vorschnellen Eigendiagnosen, auch der Mediziner erkennt die Gonarthrose erst nach gründlicher Untersuchung. Andere Ursachen für Schmerzen im Kniegelenk können schließlich auch Rheuma oder eine Entzündung sein.

Behandlung von Gonarthrose: Wie werde ich die Schmerzen im Knie los?

Um eine Gonarthrose zu behandeln und damit die Schmerzen im Kniegelenk dauerhaft zu lindern steht der Medizin eine breite Palette an Therapieformen zur Verfügung. Beachten Sie allerdings, dass die meisten Therapieformen primär auf eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs und Schmerzlinderung ausgelegt sind. Effektive Möglichkeiten den ursprünglichen Funktionsumfang des Knies wiederherzustellen sind aktuell nicht gegeben.

Im Regelfall wird zuallererst versucht mit konservativen Behandlungsmethoden der Arthrose und damit den Schmerzen im Knie entgegen zu wirken. Dazu zählt neben regelmäßigen Bewegungen mit möglichst geringer Gelenksbelastung vor Allem auch die Wärme- und Kältebehandlung. Versprechen die klassischen Methoden keine ausreichende Linderung ist es außerdem möglich mithilfe einer Arthroskopie korrigierende Eingriffe durchzuführen. Das kann beispielsweiße eine Glättung des Gelenkknorpels oder auch eine Korrektur des Gelenkaufbaus sein. Um die Beschwerden im Knie zu lindern werden außerdem auch klassische Schmerzmittel verabreicht.

Bringen die klassischen Therapieformen keinen Erfolg bleibt außerdem die Möglichkeit einen operativen Eingriff durchzuführen. Dabei wird entweder eine Teil- oder Vollprothese des betroffenen Gelenks eingesetzt. Erwähnenswert ist allerdings auch, dass der Einsatz einer Prothese im schmerzenden Knie nicht immer unproblematisch verläuft. Es kann zu Schädigungen der umliegenden Strukturen kommen und verschiedene Komplikationen können auf Dauer eine weitere Operation notwendig machen. Daher wird besonders bei älteren und schwächeren Patienten im Vorfeld sorgfältig abgewägt. Sprechen Sie im Vorfeld einer Operation daher auch alle Risiken mit Ihrem Arzt durch.