Arten von Gehhilfen – Wenn das Laufen immer schwerer fällt

Älteren Menschen fällt mit dem Fortschreiten der Jahre die eigenständige Fortbewegung immer schwerer. Handelt es sich um einen dauerhaften Zustand, muss häufig eine Gehhilfe her, die das Laufen unterstützt. Je nach Ursache und Schwere der Beschwerde, muss ein passendes Modell gefunden werden, wir haben die wichtigsten Arten für Sie erklärt.
 


Stock und Krücke: Die einfachen Gehhilfen zum Laufen

Eventuell genügt Ihnen schon ein Gehstock, der zusätzliche Entlastung beim Laufen ermöglicht. Die wohl klassischste Art der Gehhilfe lässt sich auch als Holzvariante erwerben und besitzt idealerweise einen ergonomischen Griff, der das Handling erleichtert. Eine der größten Vorteile dieser Variante liegt in der einfachen Handhabung und Verfügbarkeit. Vor dem Kauf sollten Sie außerdem den genauen Einsatzort bedenken. Soll der Gehstock in der Wohnung und im Freien verwendet werden, eignen sich kippsichere und belastbare Drei-Punkt Gehstöcke gut.

Eine weitere Form der Gehhilfe stellt die Krücke dar, die im Fachhandel als Unterarmgehstütze gelistet wird. Ähnlich wie den Stock erwerben Sie ein solches Modell wahlweise faltbar und mit unterschiedlichen Handgriffen. Sie können zudem auch von der farblichen Variation profitieren.

Trotz der praktischen Kompaktheit und den genannten Vorzügen ergeben sich bei Stock und Krücke auch Nachteile. So müssen Sie unter anderem bei dauerhaftem Gebrauch mit einer Schwächung der eigenen koordinativen Fähigkeiten und entlasteten, muskulären Bereiche rechnen.


Gehgestelle und Rollatoren für mehr Sicherheit beim Laufen

Ein sogenanntes Gehgestell ist mit einer Rolle und einem festen Standfuß ausgestattet. Dadurch gibt die Gehhilfe zum Laufen einen festen Halt und durch die Gummikappen ist ein Wegrutschen mit dem Gehgestell nahezu unmöglich. Als Nutzer müssen Sie jedoch deutlich mehr Kraft für die Fortbewegung als bei anderen Gehilfen anwenden: Nur durch Anheben des Standfußes lässt sich das Gestell nach vorne versetzen.

Etwas schneller kommen Sie oder Ihr Angehöriger mit den Rollatoren voran. Diese sind ähnlich aufgebaut wie Gehgestelle, sie verfügen aber über ein zusätzliches Rad. Sie sind vor allem bei längeren Strecken vorteilhaft. Zusätzlich können in integrierten Körben auch beispielsweise Einkäufe transportiert werden. Für den nicht immer einfachen Umgang mit dem Rollator empfiehlt es sich, einen Trainingskurs zu belegen.


Rollstühle und elektrische Mobile: Die aufwendige Gehhilfe

Bei einer schwerwiegenderen Beeinträchtigung ist der Einsatz des Rollstuhls unumgänglich. Sofern die Gehhilfe für den Straßenverkehr benötigt wird, sollte das Fortbewegungsmittel mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet sein. Je nach Bedarf und Belieben können Sie zwischen manuellen und elektrischen Rollstühlen wählen.

Der sogenannte Radnabenantrieb vereint die Vorteile eines manuellen und die eines elektrischen Rollstuhls. Er bietet fast die gleiche Wendigkeit wie ein manuelles Gerät, ist aber deutlich leichter als die elektrische Variante. Nicht umsonst stellen die ganzheitlichen Gehhilfen eine der beliebtesten Alternativen auf dem Markt dar. Für längere Strecken sind sie jedoch nicht ausgelegt.

Größere Distanzen werden am besten mit Elektromobilen bestritten. Dabei sind sie je nach Leistungsklasse zwischen 6 und 15 km/h schnell. Für die beiden komfortabelsten Alternativen, Elektromobile und Rollstuhl, müssen Sie jedoch auch mit den größten Anschaffungspreisen rechnen. Sie kommen daher auch nur dann zum Einsatz, wenn Sie sie als Ersatz für andere Verkehrsmittel dienen müssen und dabei auch für den hohen Kostenfaktor rechtfertigen können. Je nach Pflegebedarf wird ein Leihgerät von der Pflegeversicherung gestellt oder der Kaufpreis erstattet.

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