Senioren genießen den Herbst

Die Zeichen sind eindeutig: bunte Blätter fallen von den Bäumen, ein frischer Wind zieht durch die Straßen und die Tage werden allmählich kürzer. Keine Frage, der Herbst steht vor der Tür! Neben den Schönheiten dieser Jahreszeit gibt es auch einige Risiken und Hindernisse, besonders für Senioren. Wie Sie sicher und unbeschadet durch den Herbst kommen, erfahren Sie hier.


Goldener Herbst – die Chancen nutzen!

Ob man nun Sommer- oder Winterliebhaber ist, die Schönheit der Herbstmonate lässt sich kaum verkennen. Dann wenn die Natur sich von Ihrer farbenfrohsten Seite zeigt, sind auch viele Menschen entzückt. Besonders für Menschen, die durch Einschränkungen bedingt viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringen, stellt der Herbst mit seinen leuchtenden Farben eine willkommene Abwechslung dar. Nicht wenige Pflegebedürftige fassen nach einem ausgiebigen Spaziergang im Freien neuen Lebensmut.

Mögliche Aktivitäten können neben einem Spaziergang auch das Drachensteigen sein. Hierfür empfiehlt sich jedoch in jedem Fall eine Begleitung, besonders bei starkem Wind. Was viele Senioren besonders schätzen ist die Fotografie. Die Natur bietet zu dieser Zeit eine atemberaubende Kulisse. Zögern Sie also nicht, wunderschöne Motive warten auf Sie!
Für Senioren, die gerne basteln und werken hat der Herbst ebenfalls einiges zu bieten. Kastanien, buntes Laub und Eicheln sind ideale Grundlage um kleine Kunstwerke zu kreieren.

Natürlich gibt es aber auch Menschen, die dem bunten Herbst wenig abgewinnen können. In diesem Fall können Sie die kalte und ungemütliche Zeit jedoch auch anderweitig nutzen. Besonders Museen und Thermalbäder bieten sich zu dieser Jahreszeit geradezu an.

Gefahren vermeiden: Achtung im Herbst!

Wenn Sie einen Ausflug in die Natur planen sollten Sie einige Hinweise beachten. Besonders am Morgen und in den Abendstunden kann es im Herbst bereits sehr kalt werden. Da besonders ältere oder geschwächte Menschen anfällig für Krankheiten und Infektionen sind, sollten Sie diese Stunden eher meiden. Außerdem sollten Sie sich ausreichend warm anziehen, auch wenn die Temperaturen angenehm sein mögen, kann ein eisiger Wind wehen.

Bei Laub bedecktem Boden empfiehlt sich außerdem festes Schuhwerk mit einem geeigneten Profil um die Sturzgefahr zu minimieren. Besonders Senioren sollten idealerweise in Begleitung nach draußen gehen oder mindestens einen Bekannten oder Familie über den Spaziergang informieren.

Das erste untrügliche Zeichen des bevorstehenden Herbstes ist die frühe Dunkelheit. Geht die Sonne im August kurz vor 21:00 Uhr vollständig unter, ist sie um die gleiche Zeit im Oktober längst verschwunden. Nun dauern die Tage nur noch bis ca. 18:30 Uhr an. Die Frühe Dunkelheit ist mit diversen Gefahren verbunden, besonders für ältere Menschen. Autofahrer können Fußgänger grade in der Dämmerung nur schwer erkennen. Entsprechend sollten Sie bei Ausflügen im Herbst leuchtende Kleidung tragen, die Sie von weitem erkennbar macht. Sollten Sie in den Morgen- oder Abendstunden nach draußen gehen sollten Sie außerdem eine Taschenlampe mitnehmen. Wer sich zusätzlich absichern möchte kann außerdem Reflektoren an der Kleidung anbringen.


Gesund durch den Herbst: so wappnen Sie sich vor Krankheiten


Mit den fallenden Temperaturen verändern sich viele unserer Gewohnheiten. Dies hat auch eine Wirkung auf den menschlichen Körper. Die Sonnenstunden werden im Herbst zusehends weniger und die Zeit im Freien ist begrenzt. Sonnenlicht braucht der Körper jedoch um Vitamin D zu synthetisieren. Das Vitamin ist für den menschlichen Körper besonders wichtig, da es für viele Prozesse unabdingbar ist. Besonders das Immunsystem profitiert von der ausreichenden Versorgung mit Vitamin D. Anzeichen für einen Mangel können Erschöpfung und Müdigkeit erste Anzeichen sein. Außerdem zeigt sich bei Vitamin-D-Mangel häufig auch eine depressive Verstimmtheit und eine schlechte Wundheilung. Langfristig verschlechtert sich durch diesen Mangelzustand vor Allem die Stabilität des Knochengerüsts. Empfehlenswerte Vitamin-D-Quellen sind Fisch, Fleisch, Eier und Pilze.

Um den kalten Temperaturen entgegen zu wirken nutzen die meisten Menschen Ihre Heizung im Herbst ausgiebig. Durch die trockene Heizungsluft sollte besonders bei Senioren die Flüssigkeitszufuhr erhöht werden. Die Heizungsluft kann daneben auch die Schleimhäute austrocknen. Dagegen können zum einen Nasenduschen Abhilfe schaffen, bei extremen Fällen eignet sich besonders ein Nasenspray mit Ölen oder Salzen. Wichtig ist dabei jedoch Sprays nicht dauerhaft anzuwenden, da sie das natürliche Gleichgewicht in der Nasenschleimhaut stören können. Außerdem sollten Sie besonders beheizte Räume regelmäßig lüften.

Neben den Atemwegen leidet auch besonders die Haut älterer Menschen unter den kalten Temperaturen und häufigen Schwankungen. Das liegt daran, das ältere Haut nicht mehr so anpassungsfähig und elastisch ist. Entsprechend kann es zu Rissen und Austrocknungen kommen. Dem Entgegenwirken können Sie mit feuchtigkeitsspenden Cremes und Lotionen. Wenn das nicht ausreicht können Sie zusätzlich auf pflegende Ölbäder zurückgreifen. Senioren sollten jedoch darauf achten nicht zu heiß zu baden um das Herz-Kreislaufsystem nicht übermäßig zu belasten.
Über die Sinnhaftigkeit von Grippe-Impfungen für Senioren wird immer wieder viel diskutiert. Einige Studien empfehlen die Immunisierung, andere können kaum positive Effekte feststellen. Eine klare Empfehlung können wir hier nicht abschließend geben. Sollten Sie unsicher sein, suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Hausarzt und klären die Behandlung im Vorfeld genau ab.


Machen Sie den Herbst zu Ihrer Zeit!


Egal wie Sie Ihre Zeit im Herbst verbringen möchten, die kalte Jahreszeit ist kein Grund für Frust und Langeweile. Unzählige Möglichkeiten und Schönheiten der Natur warten auf Sie! Egal ob Sie gerne mit einer Tasse Tee und einem Buch entspannen oder draußen noch die letzten Sonnenstrahlen genießen, seien Sie vor dem Winter noch möglichst Aktiv. Wenn Sie diesen Ratschlag beherzigen und einige unserer Tipps beachten, können Sie sich auf einen goldenen Herbst freuen.