Unterstützungspflege: Leistungen, Kosten und Beantragung – Ein umfassender Leitfaden

Familie sucht Unterstützungspflege zur Überbrückung

Nach schweren Erkrankungen oder Operationen sowie bei der Suche nach einem Pflegeheimplatz oder nach einem Krankenhausaufenthalt benötigen viele Menschen vorübergehend Unterstützung im Haushalt oder bei der Pflege. Während dieser Zeit nutzen Betroffene die Gelegenheit, um weitere Schritte zu organisieren, nach Hilfsangeboten zu suchen oder gar die Möglichkeiten einer dauerhaften Pflege auszuloten.

Den Begriff, der diese vorübergehende Unterstützung beschreibt, nennt man Übergangspflege oder Unterstützungspflege. Seit der Reform des Krankenhausstrukturgesetzes im Jahr 2016 ist es sogar möglich, dass diese Leistungen von der Krankenkasse übernommen werden, auch ohne Pflegegrad.

Möchten Sie mehr über die Ansprüche, Leistungen und Dauer der Unterstützungspflege erfahren? Und wie Sie die Übergangspflege beantragen können? Lesen Sie weiter für ausführliche Informationen zu diesem Thema. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Voraussetzungen und Leistungen der Unterstützungspflege sowie Tipps, wie Sie die Übergangspflege beantragen können. Erfahren Sie außerdem, welche Informationen Sie für den Antrag bereithalten sollten und welche weiteren Schritte nach der Bewilligung auf Sie zukommen.



Wann steht mir Unterstützungspflege zu?

Unterstützungs- bzw. Übergangspflege erhalten Menschen, die aufgrund einer Operation, einer ambulanten Behandlung oder einem anderweitigen medizinischen Grund vorübergehend auf Unterstützung angewiesen sind. Die Unterstützungspflege bzw. Übergangspflege kann grundsätzlich in verschiedenen Situationen in Anspruch genommen werden, sodass eine Vielzahl von Betroffenen davon profitieren können.

In vielen Fällen wird eine Übergangspflege für die Zeit bis zum Einzug in ein Seniorenheim genutzt. In dieser Situation übernimmt eine Pflege- oder Betreuungskraft die Versorgung des Angehörigen, während sich die Familie vollumfänglich auf die Suche nach einem geeigneten Pflege- oder Altenheimplatz konzentrieren kann. Dies ermöglicht eine geordnete Vorbereitung und Auswahl, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Die Kosten für die Übergangspflege können unter bestimmten Bedingungen von der Krankenversicherung getragen werden. Dies gilt beispielsweise nach Operationen oder bei Komplikationen während der Genesung. Es ist wichtig, die individuellen Voraussetzungen zu prüfen und gegebenenfalls eine entsprechende Unterstützung zu beantragen.

Die Frage, wann die Krankenkasse die Übergangspflege zahlt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist beispielsweise nach einer ambulanten Operation möglich. Ebenso im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt, bei Schwierigkeiten während der Genesung oder wenn sich eine Krankheit akut verschlimmert. Jedoch ist zu beachten, dass eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse nur auf ärztliche Verordnung möglich ist. Es muss ein medizinischer Grund vorliegen und eine Genehmigung der Krankenversicherung eingeholt werden. Daher ist es ratsam, frühzeitig mit dem behandelnden Arzt und der Krankenkasse in Kontakt zu treten, um die nötigen Schritte einzuleiten. Dies gewährleistet eine reibungslose Abwicklung und Unterstützung in Zeiten der Übergangspflege.

Wann zahlt die Krankenkasse die Übergangspflege?

  • nach einer ambulanten Operation
  • im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt
  • bei Schwierigkeiten während der Genesung
  • wenn sich eine Krankheit akut verschlimmert


Welche Leistungen fallen unter Unterstützungs- bzw. Übergangspflege?

Leistungen der Unterstützungspflege

Unterstützungspflege umfasst verschiedene Leistungen, die den Pflegebedürftigen in seinem häuslichen Umfeld unterstützen sollen. Dazu gehören die häusliche Krankenpflege, Haushaltshilfe sowie Unterstützung bei der Grundpflege gemäß § 38 SGB V. Neben medizinisch indizierter Behandlungspflege stehen auch Hilfen in den Bereichen Körperpflege, Reinigung der Wohnung, Ernährung und Mobilität zur Verfügung.

Wenn eine 24-Stunden-Betreuung notwendig ist, kann die häusliche Krankenpflege in Anspruch genommen werden, wobei ein Pflegedienst bei Bedarf weiterhin unterstützt.

Die Bedeutung der Übergangspflege

Die Übergangspflege bietet vorübergehende Unterstützung, insbesondere wenn ein Pflegeheimplatz für einen Angehörigen gesucht wird. Sie ermöglicht es, die Zeit bis zur Unterbringung in einem Pflegeheim zu überbrücken. Vor der Inanspruchnahme ist es ratsam, mit dem Hausarzt zu sprechen, um festzustellen, ob eine Verordnung für die vorübergehende Pflege ausgestellt werden kann. Im Falle, dass der Angehörige nicht in ein Pflegeheim umziehen möchte, kann die Übergangs- bzw. Unterstützungspflege auch dazu dienen, eine dauerhafte Betreuung zu testen.

Übergangspflege für die Suche nach einem Pflegeheimplatz

Häufig besteht vorübergehend Unterstützungsbedarf, um einen Pflegeheimplatz für einen Angehörigen zu finden. Sprechen Sie dazu vorher unbedingt mit dem Hausarzt, ob es möglich ist eine Verordnung für die vorübergehende Pflege zu bekommen. Wenn der Angehörige nicht in ein Pflegeheim umziehen möchte, kann die Übergangs- bzw. Unterstützungspflege auch als Test für eine dauerhafte Betreuung dienen.

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Wie lange trägt die Krankenkasse die Kosten für Unterstützungspflege?

Im Normalfall ist die Unterstützungspflege auf die Höchstdauer von vier Wochen begrenzt. Es gibt jedoch einige Ausnahmen. So kann auf Empfehlung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) auch eine Verlängerung gewährt werden.

Besonders lange Unterstützungspflege in Anspruch nehmen können Haushalte, in denen Kinder leben. Sind diese unter 12 Jahren alt oder leiden an einer Behinderung, kann die Übergangspflege auf bis zu 26 Wochen ausgedehnt werden.

Sollte im Anschluss der Wunsch nach weiterer Unterstützung im Haushalt oder bei der Grundpflege bestehen, müssen diese Kosten selbst getragen werden. Es könnte sich dann lohnen, über die Einstufung in einen Pflegegrad nachzudenken.

Wo können Übergangs- und Unterstützungspflege beantragt werden?

Kostenträger für die Übergangspflege ist die Krankenversicherung. In der Regel muss jedoch kein gesonderter Antrag gestellt werden. Das behandelnde Krankenhaus sollte sich im Rahmen des Entlassungsmanagements auch um die Anschlussversorgung kümmern bzw. auf Wunsch einen Anbieter vermitteln. Dazu sind Krankenhäuser seit 2017 sogar verpflichtet.

Da Krankenhäuser jedoch lediglich Verordnungen für maximal sieben Tage ausstellen dürfen, sollte der anschließende Unterstützungsbedarf und die Inanspruchnahme von Übergangspflege auch mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Die Übergangs- und Unterstützungspflege kann also direkt im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt in die Wege geleitet werden. Es ist wichtig, sich frühzeitig mit dem behandelnden Krankenhaus und dem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen, um die notwendigen Schritte einzuleiten. In einigen Fällen kann auch der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) in die Wege leiten und bei der Planung der weiteren Versorgung behilflich sein.

Es ist ratsam, sich im Vorfeld über die genauen Abläufe und Zuständigkeiten zu informieren, um den Übergang und die damit verbundene Pflege optimal zu gestalten. Eine gute Vorbereitung und Organisation können dazu beitragen, dass die Übergangs- und Unterstützungspflege reibungslos und bedarfsgerecht erfolgt.

Für eine bessere Vorstellung und Übersichtlichkeit kann die folgende *Grafik* die unterschiedlichen Wege und Zuständigkeiten bei der Beantragung von Übergangs- und Unterstützungspflege veranschaulichen.

Abschließend ist es wichtig, sich auch über die finanziellen Aspekte im Klaren zu sein und gegebenenfalls Rücksprache mit der Krankenversicherung zu halten, um offene Fragen zu klären und die Übergangs- und Unterstützungspflege bestmöglich zu planen.

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Die Kosten der Unterstützungs- und Übergangspflege – Was sollten Sie wissen?

In Bezug auf die Kosten der Unterstützungs- und Übergangspflege gibt es wichtige Informationen, die Pflegebedürftige und deren Familien kennen sollten. Diese Pflegeformen können zu erheblichen finanziellen Belastungen führen, und es ist entscheidend, die Kostenstruktur und die Deckungsmöglichkeiten zu verstehen. Im Folgenden werden die relevanten Aspekte in Bezug auf die Kosten von Unterstützungs- und Übergangspflege erläutert.

Die Kostenstruktur der Unterstützungspflege

Bevor wir uns mit den Kosten der Unterstützungs- und Übergangspflege befassen, ist es wichtig, die Kostenstruktur zu verstehen. Hierbei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, darunter die Art und Dauer der benötigten Pflege, die individuellen Bedürfnisse des Pflegebedürftigen und die zur Verfügung stehenden Leistungen.

Es ist wichtig, zu berücksichtigen, dass die Kosten für die Unterstützungspflege je nach Pflegegrad und individuellem Bedarf variieren. Hierbei ist es in der Regel ratsam, sich von Experten oder Beratungsstellen in Pflegefragen umfassend beraten zu lassen, um eine realistische Kosteneinschätzung zu erhalten.

Deckungsmöglichkeiten und finanzielle Unterstützung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Kosten der Unterstützungspflege zu decken. Dazu zählen Leistungen der Pflegeversicherung, finanzielle Unterstützung durch Sozialleistungen sowie zusätzliche Absicherungen durch private Pflegezusatzversicherungen. Es ist von großer Bedeutung, sich frühzeitig über die vorhandenen Deckungsmöglichkeiten zu informieren und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die finanzielle Belastung zu minimieren.

Der Übergang von der stationären Krankenhausbehandlung in die häusliche Pflege birgt ebenfalls Kosten. Hier ist es wichtig, die Leistungen der Übergangspflege sowie die damit verbundenen finanziellen Aspekte zu verstehen und zu berücksichtigen.

Die Bedeutung der Kostenstruktur und Deckungsmöglichkeiten

Insgesamt ist es unerlässlich, sich mit den Kosten der Unterstützungs- und Übergangspflege auseinanderzusetzen, um finanzielle Belastungen zu verstehen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Deckung der Kosten zu ergreifen. Eine fundierte Beratung durch Experten sowie eine frühzeitige Planung können dabei helfen, die finanziellen Auswirkungen der Pflege zu bewältigen und die bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten.