Senioren werden ambulant gepflegt

Sollten Sie sich in der schwierigen Lage befinden, einen ihrer Angehörigen pflegen zu müssen, kommt früher oder später auch das Thema der Organisation von ambulanter Pflege – also der Pflege im eigenen Zuhause – zur Sprache. Viele ältere Menschen wünschen sich, ihren Lebensabend in ihrem vertrauten Umfeld zu verbringen, obwohl die Familie allein nicht mehr in der Lage ist, für den betroffenen Senior zu sorgen. Ein weiterer Faktor für die ambulante Pflege ist oft auch die Angst vor dem Pflegeheim, die bei älteren Menschen weit verbreitet ist. Damit wird die ambulante Pflege schnell zu einer echten Option für alle Beteiligten.


Die Vorteile der stationären und ambulanten Pflege


Die Pflege von Senioren erfordert oft eine ständige Aufmerksamkeit und eine Menge an Energie. Für viele Menschen ist es eine Erleichterung und eine angenehme Vorstellung, wenn die Angehörigen im Seniorenheim gut aufgehoben sind. Gleichaltrige sowie Pflegekräfte als ständige Ansprechpartner helfen dabei, die Einsamkeit im Alter zu verringern. Zudem entfallen durch die professionelle Pflege in einem Seniorenheim peinliche Situationen, da es bei älteren Menschen häufig Schamgefühle auslöst, von der eigenen Familie gepflegt werden zu müssen.
Auch die Pflege im eigenen Zuhause hat zahlreiche Vorteile. Die gewohnte Umgebung hat bei der ambulanten Pflege oft positive Auswirkungen auf den Gemütszustand der betroffenen Person. Das ist natürlich auch für die Angehörigen ein Vorteil. Sorgen über Sicherheitsaspekte entfallen, denn im Notfall ist, sofern ein 24-Stunden-Pflegedienst beauftragt ist, immer eine Pflegekraft zur Stelle, um kompetent zu helfen. Hinzu kommt die Kostenübernahme für Hilfsmittel wie den Hausnotruf oder andere Unterstützende Geräte.


Wichtige Faktoren und Tipps bei der ambulanten Pflege


Bei der ambulanten Pflege ist es besonders wichtig, eine geeignete Pflegekraft zu finden. Diese werden häufig durch spezielle Agenturen vermittelt. Im deutschsprachigen Raum ist es aufgrund des Pflegenotstands mittlerweile üblich, dass Pflegekräfte aus europäischen Nachbarländern wie Polen kommen. Sind Ihnen gute Deutschkenntnisse der Pflegekraft wichtig, damit die Verständigung zwischen dem Patienten und Pflegepersonal funktioniert, ist dies kein Problem. Sind die Sprachkenntnisse dagegen rudimentärer, sinken auch die Kosten für die Pflegekraft.
Insbesondere bei bettlägerigen Senioren, die umfassend auf fremde Hilfe angewiesen sind, ist es zudem ein großer Vorteil eine 24-Stunden-Pflegekraft in Betracht zu ziehen, denn diese ist Tag und Nacht anwesend oder zumindest in Rufbereitschaft. Bei einer Pflegestufe unter 2 reichen häufig auch mehrmals über den Tag verteilte Besuche einer Pflegekraft aus.

Für die medizinischen Dienstleistungen stehen Ihnen je nach Wohnort verschiedene Pflegedienste zur Verfügung. Diese werden staatlich auf ihre Qualität überprüft und die Ergebnisse dieser Prüfungen werden in sogenannten Transparenzberichten zur Verfügung gestellt. Laut Gesetz müssen diese kostenlos und öffentlich zugänglich sein (beispielsweiße durch Veröffentlichung im Internet oder Auslage am Pflegestützpunkt). Diese Berichte liefern einen guten Ausgangspunkt zur Wahl eines entsprechenden Pflegedienstes. In Kombination mit einer 24-Stunden-Pflege erhalten Senioren im häuslichen Umfeld damit sowohl medizinisch optimale Fürsorge, wie auch soziale Betreuung und hauswirtschaftliche Versorgung.


Der finanzielle Aspekt – Förderungen für die ambulante Pflege im Überblick


Um zu ermitteln, wie teuer die häusliche Pflege im Vergleich zu den Alternativen ist, ist es zunächst notwendig, den Pflegegrad Ihres Angehörigen zu bestimmen. Davon hängt der Höchstbetrag ab, den Sie für die anfallenden Pflegeleistungen erhalten können. Zusätzlich dazu gibt es in Deutschland auch einen sogenannten Entlastungsbeitrag (bis zu 125 Euro pro Monat). Pflegeversicherungen bieten diese Leistungen und Finanzierungsmöglichkeiten an. Sollten Sie sich also für die ambulante Pflege entscheiden, gibt es in den meisten Fällen auch finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite. Dies kann in Form von Zuschüssen, aber auch steuerlicher Absetzbarkeit von Pflegeleistungen bestehen.


Die Wahl des richtigen Pflege-Anbieters


Durch die Auswahl eines professionellen Vermittlers einer ambulanten Pflegekraft, können Sie sich vieles erleichtern. Wichtig ist, dass der Vermittler 24 Stunden am Tag für Sie erreichbar ist, um bei Problemen schnell Abhilfe zu schaffen. Auch ein zweisprachiges Team ist von Vorteil, denn es ermöglicht eine erfolgreiche Zusammenarbeit auch mit Pflegekräften aus dem europäischen Ausland. Außerdem steht Ihnen ein seriöser Anbieter mit Rat und Tat zur Seite – zum Beispiel durch eine umfassende Beratung zur Finanzierung der ambulanten Pflege und zu relevanten Förderungen.