Senioren berechnen ob eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll ist

Prognosen sagen für die Zukunft stark steigende Pflegekosten voraus. Die gesetzliche Absicherung deckt jedoch nur einen Teil der anfallenden Aufwendungen. Immer mehr Menschen denken daher über eine Pflegezusatzversicherung nach. Diese zusätzliche Absicherung kann die staatliche Pflegeversicherung sinnvoll ergänzen, wenn Sie einige Punkte beachten.


 


Welche Formen der Pflegezusatzversicherung gibt es?


Grundlegend unterscheiden sich Pflegezusatzversicherungen neben der Beitragshöhe und der Feststellung der Pflegebedürftigkeit in erster Linie durch die Art der Leistung bei Eintritt des Leistungsanspruchs.

Am weitesten verbreitet ist die Pflegetagegeldversicherung. Hier wird bei anerkannter Pflegebedürftigkeit ein festgelegter Tagessatz ausgezahlt. Daraus ergibt sich ein monatlicher Betrag, der dem Versicherten ausgezahlt wird. Die Höhe der monatlichen Auszahlung aus der Pflegezusatzversicherung variieren meist zwischen 150€ und 1500€, je nach Pflegegrad und Beitragssatz. Wird die Versicherung vorzeitig gekündigt, entfallen jedoch alle Ansprüche und es erfolgt in der Regel keine Auszahlung.

Alternativ zur Pflegetagegeldversicherung lassen sich auch die konkret anfallenden Kosten absichern. Mit dieser, Pflegekostenversicherung genannten, Variante werden die konkreten Pflegekosten bis zu einem Maximalbetrag übernommen. Nachteil bei diesem Modell ist die Nachweispflicht für die entstanden Aufwendungen. Rechnungen des Pflegedienstes oder anderer Leistungen müssen gesammelt und bei der Versicherung eingereicht werden.

Eine weitere Vorsorgemöglichkeit ist die Pflegerentenversicherung. Bei dieser Form der Pflegezusatzversicherung wird eine monatliche Rente im Fall der Pflegebedürftigkeit ausgezahlt, ähnlich wie bei einer Pflegetagegeldversicherung. Bei der Pflegerentenversicherung besteht allerdings die Möglichkeit angesammelte Überschüsse auszahlen zu lassen und den Versicherungsvetrag damit vorzeitig zu beenden.


Sind staatlich geförderte Pflegezusatzversicherungen sinnvoll?


Da die staatlichen Leistungen für die Pflege vielfach nicht ausreichen, fördert der Staat bestimmte Pflegezusatzversicherungen mit einem Zuschuss. Dieser wird auch Pflege-Bahr genannt, nach dem ehemaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Der Zuschuss zur Pflegezusatzversicherung fällt jedoch sehr gering aus und ist an einige Bedingungen geknüpft. Monatlich erhalten Menschen, die einen förderungsfähigen Vertrag abschließen 5 Euro staatlichen Zuschuss. Jährlich werden somit Kosten von 60 Euro übernommen.

Die Bedingungen für diese Förderungen sind jedoch sehr restriktiv im Hinblick auf die Vertragsbedingungen und räumen dem Versicherungsnehmer weitgehende Rechte ein. Entsprechend fallen die Leistungen sehr gering bzw. die Beiträge hoch aus. Mehr zum „Pflege-Bahr“ können Sie hier nachlesen.


Lohnt sich eine geförderte Versicherung?

Zwar übernimmt der Staat bei sogenannten „Pflege-Bahr-Versicherungen“ einen Teil der Beiträge, dennoch lohnt sich diese Vorsorgemöglichkeit für die wenigsten Menschen. Sinnvoll ist diese Versicherung lediglich bei bestehenden Vorerkrankungen oder hohem Lebensalter.


 


Private Pflegeversicherung: Vergleich lohnt sich


Der Markt für Pflegezusatzversicherung ist inzwischen sehr groß. Das liegt nicht zuletzt an der Angst vieler Deutscher, durch Pflegebedürftigkeit in finanzielle Not zu geraten. Dementsprechend gibt es eine breite Auswahl an Verträgen, die je nach individueller Situation mehr oder weniger sinnvoll sein können.

Einige Anbieter leisten bspw. bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit eine einmalige Auszahlung, andere Versicherungen bieten Beitragspausen oder Einmalzahlungen an. Je nach eigener Situation können solche Aspekte ausschlaggebend sein für eine langfristige Entscheidung. Daneben sollten auch die Möglichkeiten auf anderen Wegen, bspw. über Kapitalanlage vorzusorgen bedacht werden.

Gern unterstützen wir Sie bei Ihrer Vorsorge-Planung, sprechen Sie uns einfach an.