Senior plant Kostenübernahme für 24-Stunden-Pflege

Wenn sich die Gesundheit eines geliebten Familienmitglieds verschlechtert, ist eine intensive Pflege oftmals unumgänglich. Die 24-Stunden-Pflege ermöglicht Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen dabei eine Rundum-Betreuung. Diese Pflegeform ist dennoch mit Kosten verbunden, die nicht direkt von der Pflegekasse übernommen werden. Wenn Sie die Kostenübernahme für die 24-Stunden-Pflege jedoch richtig planen, kann sie bedeutend günstiger als der Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim ausfallen.



Dauerhafte Posten der Kostenübernahme für die 24-Stunden-Pflege


Die 24-Stunden-Pflege gewährt Ihrem Angehörigen eine individuelle und liebevolle Betreuung in den eigenen vier Wänden. Allerdings muss die Finanzierung der Pflegekosten stets gesichert sein. Neben dem Eigenanteil haben Sie mehrere Möglichkeiten, um langfristig die Kostenübernahme für die 24-Stunden-Pflege zu gewährleisten:

1. Das Pflegegeld

Pflegegeld steht jeder Person mit einem anerkannten Pflegegrad zu. Je höher der Pflegegrad ist, desto höher fällt das Pflegegeld aus, das für die Kostenübernahme der 24-Stunden-Pflege verwendet werden kann. Allerdings sollten Sie dabei beachten, dass mit einem höheren Pflegegrad meist höhere Pflegekosten verbunden sind. Falls Sie zusätzlich einen ambulanten Pflegedienst beanspruchen wird das Pflegegeld anteilig gekürzt.

2. Pflegekosten als Steuervorteil

Als Teil der Kostenübernahme für die 24-Stunden-Pflege können Sie anfallende Kosten als haushaltsnahe Leistungen steuerlich absetzen. Auf diese Weise erhalten Sie 20 Prozent der Ausgaben – bis zu einem Maximum von 4.000 Euro pro Kalenderjahr – erstattet.

3. Landespflegegeld

Neben dem Pflegegeld können Sie in Bayern noch das Landespflegegeld beantragen. Es wird zusätzlich zu den Leistungen der Pflegekasse gezahlt und richtet sich als finanzielle Unterstützung an Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung. Um diese Leistung als Kostenübernahme in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie jedoch zumindest zeitweise im Bundesland Bayern leben, da dieses aus Landesmitteln bezahlt wird.

4. Kostenübernahme durch das Sozialamt

Sollten die Kosten Ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigen, ist eine Unterstützung durch das Sozialamt eine weitere Option. Die Kostenübernahme der 24-Stunden-Pflege durch das Sozialamt ist gegebenenfalls möglich. Im Vorfeld sollten Sie sich hierzu jedoch mit dem zuständigen Amt in Verbindung setzen und Möglichkeiten der Unterstützung klären.


Die vorübergehende Kostenübernahme der 24-Stunden-Pflege


Manche Situationen erfordern keine langfristige Pflege Ihres Angehörigen, zum Beispiel nach einem Aufenthalt im Krankenhaus. Doch auch in diesen Fällen steht Ihnen eine Kostenübernahme für die 24-Stunden-Pflege zu. Gleiches gilt, wenn Sie die Pflege Ihres Angehörigen vorrübergehend nicht selbst übernehmen können. Hier können Sie das Verhinderungspflegegeld und den Kurzzeitpflegebetrag in Anspruch nehmen.

Die Übernahme der Kosten für die Verhinderungspflege:

Steht ein Urlaub an, sind Sie krank oder benötigen Sie eine Pflegeauszeit, steht Ihnen das Verhinderungspflegegeld zu. Es soll pflegende Angehörige entlasten und die Finanzierung externer Pflegekräfte ermöglichen. Dank der Leistungen für eine Verhinderungspflege ist zum Beispiel die Kostenübernahme für eine 24-Stunden-Pflege gesichert. Die Höhe des Verhinderungspflegegeldes beträgt maximal 1.612 Euro pro Kalenderjahr und wird höchstens für einen Zeitraum von sechs Wochen bewilligt, sofern Sie Ihren Angehörigen seit über sechs Monaten selbst pflegen.

Die Erstattung der Kosten für eine Kurzzeitpflege

Oftmals ist die Pflege eines Angehörigen nur für einige Wochen notwendig. Eine kurzzeitige Kostenübernahme für die 24-Stunden-Pflege ist dennoch möglich. Die Kurzzeitpflege trifft auf Fälle zu, die eine Pflege in einer stationären Einrichtung benötigen. Eigentlich zählt die 24-Stunden-Pflege also nicht dazu, dennoch können Sie die Hälfte des bewilligten Kurzzeitpflegegeldes für eine Verhinderungspflege nutzen. So stehen Ihnen hier weitere 806 Euro für die Verhinderungspflege zu (der jährliche Betrag der Kurzzeitpflege wären ebenfalls 1.612 Euro).


Finanzielle Entlastung bei der 24-Stunden-Pflege dank der Kostenübernahme


Lediglich für die 24-Stunden-Pflege durch deutsche Pflegekräfte ist eine teilweise Abrechnung über die Pflegesachleistung der Pflegekasse möglich. Allerdings müssten Sie hier mindestens 6.000 Euro pro Monat einplanen und damit mindestens mit einem Eigenanteil von ca. 4000 Euro. Der finanzielle Aufwand der häuslichen Betreuung durch osteuropäische Pflegekräfte fällt auch dank der Kostenübernahme für die 24-Stunden-Pflege bedeutend geringer aus. Aus diesem Grund stellt die 24-Stunden-Pflege die günstigere Alternative – auch im Vergleich zum Pflegeheim – dar. Achten Sie aber darauf, alle Anträge rechtzeitig und korrekt ausgefüllt bei den entsprechenden Ämtern einzureichen.