Mutter und Vater wollen nicht in ein Pflegeheim

Immer wieder gibt es Angehörige die mit der Pflege Zuhause überfordert sind, besonders wenn die Mutter oder Vater an Demenz oder anderen schweren Erkrankungen leiden. Was aber können Menschen tun, wenn der geliebte Angehörige partout nicht ins Pflegeheim will? Die Lösung hierfür kann eine häusliche 24-Stunden-Pflege sein.


Kann ich meine Eltern gegen ihren Willen in ein Pflegeheim bringen?


Einige Angehörige stellen sich in dieser Situation die Frage ob Mutter oder Vater im Pflegeheim untergebracht werden können, auch wenn einer von beiden das definitiv nicht will. Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Zuerst muss geklärt sein ob eine Betreuungsvollmacht vorliegt. Ist diese vorhanden muss darin auch explizit das Aufenthaltsbestimmungsrecht aufgeführt sein. In diesem Fall ist die Unterbringung im Pflegeheim möglich, auch wenn die Mutter oder der Vater das nicht will. Trotzdem ist dieser Weg in den meisten Fällen absolut nicht ratsam. Viele Senioren fühlen sich unter diesem Zwang nicht wohl im Heim und nehmen eine Trotzhaltung ein. Hinzu kommt, dass eine solche Entscheidung einen erheblichen Bruch in der Beziehung zum Elternteil darstellen kann. Daneben ist auch der ethische Aspekt meist mehr als fraglich.


Gründe warum Mutter oder Vater nicht ins Pflegeheim möchte verstehen


Wird die Pflege eines Angehörigen zur großen Belastung, müssen Lösungen gefunden werden. Neben der Fürsorge für ein Elternteil ist es schließlich auch wichtig an die eigene Gesundheit zu denken. Wenn die Mutter oder der Vater jedoch nicht ins Pflegeheim will, sollten zuerst die Gründe hierfür beleuchtet werden. Das kann grade bei Menschen mit Demenz gar nicht so leicht sein. Häufig ist die Bindung an das gewohnte Umfeld einer der Hauptgründe. Das eigene Zuhause bietet Sicherheit und Orientierung. Dies aufzugeben fällt besonders Demenzpatienten  schwer. Wissenschaftliche Erkenntnisse in der Demenzforschung legen außerdem nahe, dass ein Umzug den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen kann.

Besonders schwierig ist der Umzug in ein Heim auch für Menschen, die lediglich körperlich eingeschränkt sind, sich geistig jedoch bester Gesundheit erfreuen. Die Pflege Zuhause sollte also in jedem Fall ernsthaft in Erwägung gezogen werden.


Wie kann ich Zuhause pflegen, wenn Vater und Mutter nicht ins Pflegeheim wollen?


Für die Pflege Zuhause gibt es verschieden Möglichkeiten. Wenn Sie an dem Punkt angelangt sind an ein Pflegeheim zu denken, haben Sie im Vorfeld bereits einen ambulanten Pflegedienst hinzugezogen. Diese Leistungen reichen jedoch häufig nicht aus, um den Verbleib Zuhause zu gewährleisten. An dieser Stelle kann eine 24-Stunden-Pflege echte Abhilfe schaffen.
Mit der 24-Stunden-Pflege ist rund um die Uhr eine Person anwesend, die im Zweifelsfall jederzeit eingreifen kann. So ist ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet und Angehörige können nachts wieder beruhigt schlafen. Daneben übernimmt die 24-Stunden-Pflege alle Aufgaben im Haushalt die notwendig sind, um ein lebenswertes Umfeld zu erhalten.
Will der Vater oder die Mutter nicht ins Pflegeheim kann die 24-Stunden-Pflege damit eine Lösung sein, die die Bedürfnisse aller Parteien berücksichtigt. Dabei kommt hinzu, dass diese Betreuungsform deutlich günstiger ist als ein Heimaufenthalt. Im Idealfall holen Sie zunächst ein unverbindliches Angebot mit einem Personalvorschlag ein und besprechen diesen mit Ihrem pflegebedürftigen Elternteil.