Pflegepauschalbetrag in der Steuererklärung: Ab welchem Pflegegrad Sie profitieren

Angehörige von Frau mit Pflegegrad nutzt Pflegepauschalbetrag für Steuererklärung

Die Pflege eines Angehörigen stellt eine enorme physische und emotionale Belastung dar. Umso wichtiger ist es, dass pflegende Angehörige finanziell entlastet werden. Einer der Steuererleichterungen, die dabei helfen können, ist der sogenannte „Pflegepauschalbetrag“. Insbesondere die Pflege von schwer Pflegebedürftigen wird bei der Steuererklärung anerkannt. Der Pflegepauschalbetrag bietet pflegenden Angehörigen die Möglichkeit, sich finanzielle Aufwendungen erstatten zu lassen, ohne jede einzelne Kostenposition nachweisen zu müssen.


Wie hoch ist der Pflegepauschalbetrag für die Steuererklärung?

Die Pflege eines Angehörigen mit starken Beeinträchtigungen stellt häufig eine finanzielle Belastung dar. Um diese Last zu mindern, können Angehörige einen festen Pauschalbetrag von 1.800 Euro jährlich.

Pflegepauschalbetrag

Pflegegrad Pflegepauschbetrag
Pflegegrad 1 -
Pflegegrad 2 600 Euro
Pflegegrad 3 1.110 Euro
Pflegegrad 4 1.800 Euro
Pflegegrad 5 1.800 Euro

Dieser Betrag kann von der Steuerschuld abgezogen werden und reduziert somit die Steuerlast. Der Pflegepauschalbetrag bietet also eine finanzielle Entlastung für pflegende Angehörige und trägt dazu bei, die mit der Pflege verbundenen finanziellen Belastungen zu mindern.

Der Pflegepauschalbetrag kann dabei helfen, einen Teil der finanziellen Aufwendungen, die im Rahmen der Pflege entstehen, steuerlich abzusetzen. Dieser Betrag wird jährlich angepasst und berücksichtigt die besonderen Belastungen, die mit der Pflege verbunden sind.

Tipp

 

Übersteigen Ihre Ausgaben den Pauschalbetrag deutlich, können Sie Ihre Ausgaben auch einzeln angeben und damit einen höheren Betrag erstattet bekommen. In diesem Fall müssen Sie jedoch alle Kosten belegen.

 


Ab welchem Pflegegrad kann ich den Pauschalbetrag nutzen?

Der Anspruch auf den Pflegepauschalbetrag für die Steuererklärung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundvoraussetzungen sind:

  • Pflegebedürftigkeit: Einstufung Pflegegrad 2 oder höher oder Besitzt eines Schwerbehindertenausweises
  • Unentgeltliche Pflegeleistung: Sie dürfen für die Betreuung keine Bezahlung erhalten
  • Enge Beziehung zum Pflegebedürftigen: Zwischen der pflegenedürftigen Person und pflegenden Person muss eine enge Beziehung bestehen
  • Pflege in der häuslichen Umgebung: Die Pflege muss hauptsächlich zuhause stattfinden

Neben dem Pflegegrad und der Art der Pflegebedürftigkeit gibt es also auch persönliche und häusliche Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Es ist wichtig zu beachten, dass der pflegende Angehörige keine finanziellen Zuwendungen für die Pflege erhalten darf. Falls ein Angehöriger das Pflegegeld erhält, erlischt der Anspruch auf den Pflegepauschalbetrag in der Steuererklärung. Lediglich die Verwaltung des Pflegegelds ermöglicht weiterhin die Nutzung des Pauschalbetrags.

Tipp

 

Um den Pflegepauschalbetrag steuerlich geltend zu machen muss die Pflege nicht über das ganze Jahr geleistet worden sein. Haben Sie bspw. erst am Ende des Jahres mit der Versorgung begonnen, steht Ihnen trotzdem der volle Betrag zur Verfügung.

 


Wie nutze ich den Pflegepauschaltbetrag in der Steuererklärung?

Um den Pflegepauschalbetrag für die Steuererklärung 2019 zu nutzen muss dieser in „Anlage 008“ eingetragen werden. Hier werden Außergewöhnliche Belastungen dargelegt. Unter Umständen können auch weitere Ausgaben für die Pflege hier festgehalten werden. Sprechen Sie für die optimale Nutzung der Pflegekosten als steuermindernde Ausgabe mit einem Steuerberater.

Für 2019 sieht das Dokument so aus:
Einkommenssteuererklärung mit Anhang für den Pflegepauschalbetrag

Neben den Angaben zum Pflegebedürftigen werden hier auch weitere Pflegepersonen abgefragt. Teilen Sie sich die pflegerischen Aufgaben, profitieren Sie daher auch nur anteilig vom Pflegepauschalbetrag. Pflegen Sie dagegen als Einzelperson zwei Menschen mit starker Beeinträchtigung, können Sie umgekehrt jedoch auch den doppelten Pflegepauschalbetrag steuerlich geltend machen.


Erhalte ich den Pflegepauschalbetrag auch bei einer 24-Stunden-Pflege?

Die 24-Stunden-Pflege beeinflusst den Pflegepauschalbetrag in der Steuererklärung nicht negativ. Selbst wenn Sie eine polnische Betreuungskraft engagieren, können Sie den Pflegepauschalbetrag weiterhin geltend machen. Dieser steuerliche Vorteil kann ein wichtiger Baustein zur Finanzierung der Betreuungskosten sein.

Tipp

 

Neben dem Pflegepauschalbetrag kann eine 24-Stunden-Pflege auch als haushaltsnahe Dienstleistung in der Steuererklärung angegeben werden.

Um abzuschätzen, inwieweit Sie eine polnische Pflegekraft mit dem Pflegepauschalbetrag und anderen Förderungen finanzieren können, ist es ratsam, zunächst eine Kosteneinschätzung anzufordern. Dies gibt Ihnen eine klare Vorstellung davon, wie Sie die Betreuungskosten mit den verfügbaren steuerlichen Entlastungen decken können. Für eine unverbindliche Kosteneinschätzung können Sie über den folgenden Button ein kostenloses Angebot erhalten:

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Wie Sie den Pflegepauschalbetrag für die Steuererklärung optimieren

Pflegebedürftige Personen und ihre Angehörigen können in der Steuererklärung den Pflegepauschalbetrag geltend machen. Die Art und Weise, wie Sie diesen Betrag in Ihrer Steuererklärung angeben, kann jedoch die Höhe Ihrer Rückerstattung erheblich beeinflussen. Daher ist es wichtig, die Angaben zur Pflegepauschale sorgfältig zu optimieren, um alle steuerlichen Vorteile nutzen zu können.

Der Pflegepauschalbetrag kann auf unterschiedliche Weisen optimiert werden. Hier sind einige wichtige Aspekte, die Sie beachten sollten:

1. Detaillierte Dokumentation:


Achten Sie darauf, dass Sie alle relevanten Unterlagen und Belege sammeln, die Ihre Pflegesituation und die entstandenen Kosten belegen. Dazu gehören zum Beispiel Rechnungen von Pflegediensten, ärztliche Bescheinigungen oder auch Nachweise über den Bezug von Pflegegeld.

2. Korrekte Zuordnung der Kosten:


Trennen Sie die Kosten, die direkt mit der Pflege in Zusammenhang stehen, von anderen Ausgaben. Nur die unmittelbaren Pflegekosten können für den Pflegepauschalbetrag berücksichtigt werden.

3. Aktuelle Gesetzeslage berücksichtigen:


Informieren Sie sich über mögliche Gesetzesänderungen oder neue Regelungen, die Auswirkungen auf die steuerliche Behandlung des Pflegepauschalbetrags haben können. Bleiben Sie stets auf dem Laufenden, um Ihre Angaben korrekt und nach aktuellem Stand einzureichen.

4. Professionelle Unterstützung nutzen:


Bei Unsicherheiten oder komplexen Pflegesituationen kann es sinnvoll sein, sich von einem Steuerberater oder einer anderen Fachkraft beraten zu lassen. Dies kann dazu beitragen, dass Sie alle relevanten Aspekte in Ihrer Steuererklärung berücksichtigen und keine potenziellen Vorteile ungenutzt lassen.

Durch die gezielte Optimierung Ihrer Angaben zum Pflegepauschalbetrag können Sie sicherstellen, dass Sie alle Ihnen zustehenden steuerlichen Entlastungen erhalten und somit Ihre finanzielle Situation verbessern.

Die Optimierung der Angaben zum Pflegepauschalbetrag in Ihrer Steuererklärung kann einen erheblichen Einfluss auf die Höhe Ihrer Rückerstattung haben. Durch die sorgfältige Dokumentation, Zuordnung der Kosten und Berücksichtigung der aktuellen Gesetzeslage können Sie sicherstellen, dass Sie alle Ihnen zustehenden steuerlichen Vorteile nutzen. Nutzen Sie daher alle Möglichkeiten, um die finanzielle Belastung durch die Pflegesituation zu verringern und sorgen Sie für eine optimale steuerliche Entlastung.

Wenn Sie unsicher sind, welche Kosten in Zusammenhang mit der Pflege steuerlich geltend gemacht werden können, ziehen Sie in Betracht, fachkundigen Rat einzuholen. Ein Steuerberater oder eine andere qualifizierte Fachkraft kann Ihnen dabei helfen, Ihre Steuererklärung so zu optimieren, dass Sie alle Ihnen zustehenden Vorteile nutzen.