24-Stunden-Pflegekraft mit Patientin

Viele Pflegebedürftige benötigen eine umfangreiche Betreuung rund um die Uhr. Familien stoßen da oft an Ihre Belastungsgrenzen, weshalb viele Angehörige auf eine 24-Stunden-Pflegekraft zurückgreifen.

Bei dieser Form der Betreuung kümmert sich eine geschulte Fachkraft um alle Belange des Gepflegten, wenn nötig zu jeder Tages- und Nachtzeit. Pflegebedürftige schätzen dabei besonders, dass Sie in Ihren eigenen vier Wänden verbleiben können. Doch arbeitet eine 24-Stunden-Pflegekraft wirklich rund um die Uhr? Und welche gesetzlichen Regelungen sind zu beachten? Wir haben das Wichtigste für Sie zusammengefasst.



Arbeitet eine 24-Stunden-Pflegekraft wirklich rund um die Uhr?

Die 24-Stunden-Pflege zeichnet sich dadurch aus, dass Pflegebedürftiger und Pflegekraft in einem Haushalt leben. Dadurch ist die Betreuerin oder der Betreuer jederzeit in Rufbereitschaft. Vor Allem in der Nacht für viele Patienten ein Segen, können sie nun endlich in guter Gewissheit nicht allein im Haus zu sein einschlafen.

Aber arbeitet die 24-Stunden-Pflegekraft wirklich den ganzen Tag?

Die Antwort lautet natürlich Nein. Der Name 24-Stunden-Pflegekraft bezieht sich darauf, dass 24 Stunden am Tag eine Person zugegen ist und bei Notfällen eingreifen kann. Dabei handelt es sich natürlich nicht ausschließlich um Arbeitszeiten.

In der Regel arbeiten 24-Stunden-Pflegekräfte zwischen 35 und 40 Stunden wöchentlich. Dabei verteilt sich die Arbeitszeit auf die Phasen, in denen der Patient konkrete Unterstützung benötigt oder Aufgaben im Haushalt anfallen.

Pflegekraft
Fühlen sich beide wohl, profitiert auch die Pflege

Zwischendrin werden der Pflegekraft Pausen und Freizeit eingeräumt. Die meisten Betreuerinnen und Betreuer ziehen sich dann gern zurück um beispielsweise mit Verwandten und Freunden in der Heimat zu telefonieren.

Diese Ruhephasen sind für eine gleichbleibend liebevolle und engagierte 24-Stunden-Pflegekraft unerlässlich, denn auch für die Betreuungskräfte stellt die Tätigkeit langfristig eine Belastung dar. Aus diesem Grund sind Regenerationszeiten nicht nur im Interesse der Pflegekraft, sondern auch des Gepflegten. Damit trotzdem auch in der Nacht die Rufbereitschaft gewährleistet werden kann empfehlen wir einen Hausnotruf oder ein sogenanntes Babyfon.


Wie sind Arbeitszeiten der 24-Stunden-Pflegekraft gesetzlich geregelt?

Die meisten 24-Stunden-Pflegekräfte sind als entsendete Arbeitnehmer in Deutschland tätig. Das bedeutet, dass ihre Arbeitserlaubnis auf dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz beruht. Als Bestätigung darüber muss für jeder Kraft eine sogenannte A1-Entsendebestätigung vorliegen.

Ursprünglich diente das Gesetz dazu hiesige Arbeitnehmer vor Billig-Konkurrenz zu schützen, inzwischen hat sich der Zweck jedoch ausgeweitet. Mit den rechtlichen Vorteilen gehen aber auch einige Verpflichtungen einher. So werden hiesige Regeln zu Arbeitsschutz und Arbeitszeiten auch für entsendete Arbeitnehmer gültig. Folglich gilt für 24-Stunden-Pflegekräfte nicht nur der gesetzliche Branchenmindestlohn, sondern auch die 40-Stunden-Woche.

Um die 24-Stunden-Pflege rechtskonform zu gestalten, verteilen sich die Arbeitszeiten über den Tag und es wird immer wieder Freizeit gewährt. Grundsätzlich sind damit auch Nachteinsätze rechtlich unproblematisch, müssen jedoch mit entsprechenden Freiräumen über Tag ausgeglichen werden.


Wie wichtig ist der Freizeitausgleich für die 24-Stunden-Pflegekraft?

Wie für jeden Arbeitnehmer spielt auch für 24-Stunden-Pflegekräfte die Freizeit eine große Rolle.

Pflegekraft
Besonders die Pflege bettlägeriger Menschen kann
körperlich belastend sein

Die Pflege eines Menschen geht mit großen psychischen und körperlichen Belastungen einher, weshalb Erholung und Ruhe auch maßgeblich für eine gleichbleibend hohe Qualität in der Pflege sind.

Die Freizeit nutzen die meisten Pflegekräfte dazu Kontakte in der Heimat zu pflegen. Vielen Betreuern ist daher auch ein Internetanschluss im Haus sehr wichtig, da die Kommunikation über verschiedene Messenger-Dienste so wesentlich unkomplizierter abläuft und beispielsweise auch Videoanrufe möglich sind. Daneben ermöglicht ein Internetanschluss auch das Lesen von Nachrichten und Zeitungen in der Muttersprache, was häufig sehr geschätzt wird.

Im Idealfall fügt sich die 24-Stunden-Pflegekraft so reibungslos in den Haushalt ein, dass sich Ruhe- und Pflegezeiten im Alltag kaum unterscheiden lassen. Unabhängig ob Ruhezeit oder aktiv im Dienst, sollte es zu einem Notfall kommen oder ein akutes Problem auftreten, steht Ihre 24-Stunden-Pflegekraft Ihnen natürlich zur Seite.

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