pflegekraft zuhause

Wenn einer Ihrer Angehörigen pflegebedürftig wird, muss eine Entscheidung getroffen werden: Wie soll die zukünftige Pflege aussehen? Kann sie daheim erfolgen oder in einem Pflegeheim? Die Pflege zu Hause ermöglicht Ihren Angehörigen vor allem einen Alltag in den vertrauten vier Wänden und ist damit für viele eine gute Wahl. Dabei gibt es verschiedene Arten der Pflege zu Hause und einige Vor- und Nachteile.


Pflege zu Hause: Was spricht dafür?

Ein sehr großer Vorteil bei der Pflege zu Hause ist, dass Ihr Angehöriger nicht aus seinem vertrauten Umfeld herausgerissen wird, was sich wiederum positiv auf den Gesundheitszustand auswirken kann. Die vertraute Umgebung gibt Ihrem Angehörigen vor allem Sicherheit und soziale Kontakte können aufrechterhalten werden. Auch der Kostenfaktor sollte hier erwähnt werden. Die Pflege zu Hause ist eine kostengünstige Alternative zur Unterbringung in einem Pflegeheim. Ein weiterer Pluspunkt bei der Pflege zu Hause ist die hohe Flexibilität und Individualität der Pflege. Diese wird durch eine fachlich ausgebildete Pflegerin aus dem EU-Ausland übernommen. Dabei kann der Pflegeeinsatz individuell auf die Pflegebedürftigkeit Ihres Angehörigen abgestimmt werden. Je nach Bedürfnissen wird so der Umfang der Pflege mit der Pflegekraft direkt abgesprochen.


Die drei Modelle der Pflege zu Hause

Die Unterschiede werden vor allem in der Intensität und der Dauer der Pflege zu Hause deutlich:

    1. Die 24-Stunden-Pflege Dabei wird die alltägliche Pflege Ihres Angehörigen von einer Pflegekraft, die sie auswählen können, übernommen. Bei Bedarf kann diese Pflegekraft Ihrem Angehörigen auf Abruf 24 Stunden zur Seite stehen. Die Pflegekraft kann alle Aufgaben übernehmen, die normalerweise Angehörige eines pflegebedürftigen Elternteils übernehmen würden.
    2. Stundenweise Seniorenbetreuung Hier ist die Pflegekraft nur dann vor Ort, wenn die pflegebedürftige Person dies wünscht oder braucht. Die stundenweise Seniorenpflege zu Hause ist eine starke Entlastung für pflegebedürftige Person und für Sie als Angehöriger. Diese Art von Pflege zu Hause zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität aus.
    3. Verhinderungspflege Die Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen kann zeit- und kräftezehrend sein. Die Verhinderungspflege soll eine Versorgungslücke schließen, wenn die eigentliche Pflegeperson einmal nicht zur Verfügung steht, z. B., wenn Sie in den Urlaub fahren wollen. Personen mit anerkanntem Pflegegrad 2,3,4 und 5 haben Anspruch auf die Verhinderungspflege, wenn sie bereits ein halbes Jahr von einem Angehörigen zu Hause gepflegt werden und somit Pflegegeld beziehen.


Ambulante Pflegedienste als medizinische Behandlungspflege

Betreuungskräfte dürfen keine medizinische Behandlungspflege übernehmen. Wenn eine solche medizinische Betreuung notwendig ist, sollte die Behandlungspflege von einem ambulanten Pflegedienst übernommen werden. Die medizinische Behandlungspflege wird vom Arzt verordnet und ist damit eine Leistung der Krankenkasse.


Pflege zu Hause bei Demenz

Wenn Ihr Angehöriger an Demenz erkrankt ist, stellt die Pflege zu Hause durch ihre große Flexibilität und Individualität die beste Möglichkeit der Betreuung dar. Die Pflege zu Hause stellt für viele Betroffene eine Möglichkeit dar, auf Pflegeheime verzichten zu können. Zumal sich Demenzerkrankte zu Hause oft besser fühlen, da sie die Umgebung kennen. Anfangs kann Ihr Angehöriger mit der Pflege zu Hause nur bei kleinen Aufgaben des Alltags wie z. B. Haushaltsaufgaben unterstützt werden. Wenn sich der Zustand verschlechtern sollte, kann die Pflegekraft irgendwann auch zur 24-Stunden-Hilfe werden. Damit werden intensive pflegerische Tätigkeiten wie die Unterstützung beim Toilettengang dann von der Pflegekraft übernommen.