Altenbetreuerin mit Patientin

Wenn im Alter Krankheiten und Beschwerden zunehmen, sind viele Senioren auf eine umfassende Hilfe und Pflege angewiesen. Viele wollen aber nicht in einem Pflegeheim untergebracht werden, sondern ziehen es vor, in ihrem gewohnten Zuhause zu bleiben. Dort hilft ihnen ein Altenbetreuer dabei, ihren Alltag trotz der fortschreitenden Einschränkungen weiterhin zu bewältigen. Durch die intensive persönliche Betreuung bleiben Senioren länger aktiv und genießen ihren Lebensabend in den eigenen vier Wänden.

 

Fachkräftemangel im deutschen Pflegesystem – häusliche Altenbetreuer bieten Abhilfe

Der Fachkräftemangel in den sozialen Berufen und vor allem in dem Bereich Pflege ist längst bekannt. Der demographische Wandel sorgt dafür, dass immer mehr alte Menschen eine Betreuung brauchen, aber immer weniger junge Menschen dies übernehmen können oder wollen. Ein ganz entscheidender Faktor ist für eine individuelle und umfangreiche Betreuung nicht mehr ausreichend vorhanden: Zeit. Das gilt vor allem für stationäre Pflegeeinrichtungen, aber auch für viele ambulante Pflegedienste. Die Pflegekräfte haben einen streng reglementierten Zeitplan und sind stets in Eile, um ihre Klienten in dem engen Zeitrahmen zumindest notdürftig zu versorgen. Ganz anders sieht das bei der Pflege durch einen häuslichen Altenbetreuer aus.

Altenbetreuer in der 24-Stunden-Pflege haben viel Zeit für individuelle Bedürfnisse

Eine Pflegekraft in einem Pflegeheim muss sich, je nach Pflegestufe der Patienten, um vier bis zehn Bewohner täglich kümmern. Im Gegensatz dazu hat ein Altenbetreuer im häuslichen Umfeld deutlich weniger Zeitdruck, da hier ein einzelner Mensch im Fokus der Betreuung steht. Das gibt dem Betreuer Raum für individuelle Tätigkeiten wie Gespräche, Spaziergänge oder sogar kleine Ausflüge und er kann optimal auf persönliche Wünsche des Pflegebedürftigen eingehen. Außerdem ermöglicht es die Altenbetreuung, dass die Senioren ihren Alltag noch weitestgehend mitgestalten können. Mithilfe der 24-Stunden-Betreuung können sie beispielsweise nach wie vor im Haushalt tätig werden, soweit ihnen das möglich ist. Der Zeitaufwand spielt dabei keine Rolle, die Senioren können sich in ihrem eigenen Tempo weiterhin individuell entfalten und die Altenbetreuer leisten genau da Hilfestellung, wo sie benötigt wird.

Häusliche Altenbetreuer entlasten stationäre Pflegeeinrichtungen

Doch nicht nur sind die häuslichen Altenbetreuer für die Senioren eine gute Alternative zum Pflegeheim. Die Betreuung zu Hause entlastet auch die Pflegeeinrichtungen, deren Kapazitäten beschränkt sind und die häufig mit Personalmangel zu kämpfen haben. Derzeit werden etwa 75 % aller Pflegebedürftigen im heimischen Umfeld betreut – ob durch den Partner, Angehörige oder professionelle Altenbetreuer. Letztere sind vor allem dann gefragt, wenn die Angehörigen die Pflege zeitlich nicht in den eigenen Alltag integrieren können. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn sich persönliche Situationen verändern oder die Gesundheit des Pflegebedürftigen sich weiter verschlechtert.

Altenbetreuer sind ein Gewinn für alle Beteiligten

Die Pflegeheime werden durch die häusliche Altenbetreuung entlastet und die Senioren profitieren von der individuellen Unterstützung, die ihnen ein hohes Maß an Selbstständigkeit ermöglicht. Aber auch für die Altenbetreuer selbst, die häufig aus Osteuropa stammen und zum Arbeiten nach Deutschland kommen, lohnt sich die Reise. Oft finden sie in ihrer Heimat aufgrund hoher Arbeitslosigkeit und schlechter Qualifikationen keine Arbeitsstelle. Und selbst wenn, so sind die Löhne dort in der Regel weit niedriger als hierzulande. Für sie lohnt es sich also durchaus, für eine Weile auf ihr gewohntes Umfeld zu verzichten, um ihre Familie finanziell unterstützen zu können. Vor allem Frauen, deren Kinder bereits aus dem Haus sind, profitieren davon, dass ihre Fürsorge in Deutschland wieder gebraucht wird.

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