Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland steigt von Jahr zu Jahr. Demgegenüber steht ein immer spürbarer Mangel an Personal in allen Pflegeberufen. Wenig verwunderlich, ist doch jahrelang im Pflegesektor gespart worden. Außerdem sind die Berufsaussichten in der Pflege vielen jungen Menschen nicht attraktiv genug. Ein ernsthaftes Problem angesichts über 2,5 Millionen Pflegebedürftiger. Eine Lösung kommt aus dem Ausland.


Welche Modelle gibt es für ausländische Pflegekräfte?

Spätestens seit den 60er-Jahren kennt die deutsche Gesellschaft Menschen, die zum arbeiten hierhin kommen. Die Pflegebranche bildet da inzwischen keine Ausnahme mehr. Der Bedarf an Pflegepersonal ist in Deutschland riesig und wenige junge Leute entscheiden sich für einen Pflegeberuf. Die Gründe sind vielseitig: Einerseits können Pflegeberufe ungemein belasten, körperlich wie seelisch, andererseits sind die Bezahlung und Aufstiegschancen oft nicht angemessen. Hinzu kommen ungünstige Arbeitszeiten und ein hohes Aufkommen an Überstunden. In vielen anderen Ländern Europas sind im Gegensatz dazu die Chancen auf eine Anstellung gering und viele Tätigkeiten schlecht bezahlt. Ausländische Pflegekräfte können jedoch mit Modell der Arbeitnehmerentsendung legal in Deutschland tätig werden und die Lücke in der Pflege füllen. In Deutschland erhalten Sie den Mindestlohn der Pflegebranche welcher das Lohnniveau in der Heimat meist deutlich übertrifft.

Aufgrund der Arbeitnehmerfreizügigkeit gibt es jedoch auch viele Pflegekräfte aus dem Ausland, die sich dauerhaft in Deutschland niedergelassen haben und hier beispielsweiße in stationären Einrichtungen tätig sind. Diese profitieren zwar von meist höheren Löhnen als ihre entsendeten Kollegen, haben jedoch auch die deutschen Lebenshaltungskosten zu tragen.


Ausländische Pflegekräfte durch eine Vermittlungsagentur finden

Wer nun eine ausländische Pflegekraft für die 24-Stunden-Pflege eines lieben Angehörigen sucht steht vor der Frage, wie er auf dem ausländischen Arbeitsmarkt aktiv werden kann. Aus diesem Grund haben sich Pflegevermittler am Markt etabliert. Über einen solchen Anbieter können Pflegekräfte von ausländischen Pflegediensten unkompliziert im deutschen Haushalt tätig werden. Basis hierfür ist die europäische Entsenderichtlinie, nach der die Pflegekraft in der Heimat beschäftigt und sozialversicherungspflichtig bleibt.

Die Pflegevermittler nehmen Kontakt zu ihren ausländischen Partnerunternehmen auf und suchen Anhand der Wünsche des Betreuten und seiner Familie eine geeignete Pflegekraft. Ist diese gefunden kümmert sich der Vermittler mit seinem Partner um die Erstellung eines Dienstleistungsvertrags und der Anreise der Pflegekraft. Vorteil bei dieser Variante ist, dass Sie in einem Dienstleistungsverhältnis stehen und somit bei Ausfall der Pflegekraft Anspruch auf Ersatz besteht.

Außerdem werden Sie bei guten Vermittlungsagenturen ausführlich zu allen Fragen der Pflege beraten und können sich über Zuschüsse informieren. Bei sonstigen Problemen in der Betreuung haben Sie so außerdem immer einen Ansprechpartner in Deutschland.


Wo werden ausländische Pflegekräfte noch angestellt?

Die meisten ausländischen Pflegekräfte werden in der 24-Stunden-Pflege angestellt. Inzwischen sind jedoch auch viele der Pflegekräfte aus Ungarn, Tschechien oder Russland fest als Pflegekraft in Senioren- oder Altenheimen tätig. Sprachprobleme gibt es im Übrigen kaum, denn viele der ausländischen Pflegekräfte haben in ihrem Herkunftsland bereits Deutsch gelernt oder bemühen sich vor Ort um das schnelle Erlernen der Sprache. Somit besteht kein Grund, sich nicht auch für Ihren Angehörigen über eine Pflege durch eine ausländische Pflegekraft zu informieren – so können Sie dieser dabei helfen, in Deutschland Fuß zu fassen, und können sich zugleich sicher sein, dass Ihr Angehöriger in besten Händen ist und optimal gepflegt wird.

 

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