Pflegerin gibt Senior Informationen zur 24-Stunden-Pflege

Die häusliche Betreuung gewinnt seit einigen Jahren zunehmend an Bedeutung. Eine herausragende Rolle kommt dabei der 24-Stunden-Pflege zu. Doch noch immer geben viele Anbieter nur spärliche Informationen über Rechte, Pflichten und juristische Hintergründe. Die 5 wichtigsten Fakten zur Seniorenbetreuung aus Osteuropa haben wir daher für Sie zusammengefasst.


 


Muss ich die Behörden über das Engagement einer 24-Stunden-Pflege informieren?


Hartnäckig hält sich der Mythos, dass das Einwohnermeldeamt über den Einzug einer 24-Stunden-Pflegekraft informiert werden muss. Eine behördliche Anmeldung ist jedoch von Seiten des Kunden nicht notwendig. Lediglich im Heimatland wird die Anstellung angemeldet und bei der Sozialversicherungsanstalt in Polen eine sogenannte A1-Bescheinigung beantragt werden. Gegenüber den deutschen Behörden kann damit die Legalität nachgewiesen werden. Die Beantragung dieser Dokumente ist jedoch nicht vom Kunden vorzunehmen, sondern wird vom Arbeitgeber in Polen erledigt.


Welche Aufgaben darf eine 24-Stunden-Pflegekraft übernehmen?


Der Begriff 24-Stunden-Pflege kann leicht in die Irre führen. Genau genommen handelt es sich nämlich nicht um eine medizinische Pflege, sondern um eine intensive Betreuung. Zentrale Aufgaben sind in erster Linie hauswirtschaftliche Tätigkeiten, die Begleitung im Alltag und die Unterstützung bei der Körperpflege.

Was viele Anbieter verschweigen: Spritzen setzen, Wundversorgung und andere medizinische Dienste sind aus rechtlichen Gründen verboten. In diesem Fall sollten Sie einen örtlichen Pflegedienst informieren, dass Sie medizinische Leistungen benötigen. Der ambulante Dienst ergänzt dann die 24-Stunden-Pflege in diesen Bereichen.


Werde ich frühzeitig über Wechsel des 24-Stunden-Pflegepersonals informiert?


Häufig wird versprochen, Informationen über die neue 24-Stunden-Pflegekraft bereits mehr als einen Monat im Voraus zu senden. In der Praxis ist das jedoch nahezu unmöglich. Die meisten Betreuungskräfte entscheiden sich mit einem Vorlauf von 2 bis 3 Wochen für eine neue Stelle. Längere Pausen nimmt sich das Personal in der Regel nur im Sommer bzw. über Weihnachten.


Welche Informationen erhält die 24-Stunden-Pflegekraft im Vorfeld über die Stelle?


Bei der 24-Stunden-Pflege lebt die Betreuungskraft vorübergehend mit der betreuten Person unter einem Dach und teilt das gleiche Lebensumfeld. Entsprechend wünschen sich 24-Stunden-Pflegekräfte umfangreiche Informationen zur Situation und den Aufgaben vor Ort. Eine seriöse Agentur erfasst daher möglichst genau die Anforderungen der Stelle und zum Wohnumfeld des Patienten. Diese Informationen werden natürlich streng vertraulich behandelt und nur anonymisiert weitergegeben. Die Betreuungskraft kann sich dann aktiv dafür entscheiden die 24-Stunden-Pflege bei dieser Familie zu übernehmen.

Bei unser wird dieser Bedarf mithilfe des „Erfassungsbogens“ festgehalten.


Wird die Pflegeversicherung über Inanspruchnahme einer 24-Stunden-Pflege informiert?


Grundsätzlich ist es nicht nötig die Pflegeversicherung zu informieren, wenn eine 24-Stunden-Pflege beauftragt wird. Eine direkte Abrechnung über die Pflegesachleistung ist ohnehin bislang nicht möglich.

Um die häusliche Betreuung zu finanzieren kann jedoch die sogenannte Verhinderungspflege genutzt werden. Im Rahmen des Antrags hierfür werden bei der Pflegeversicherung die Rechnungen für die Betreuungskraft eingereicht. Entsprechend wird damit indirekt über die Beauftragung der 24-Stunden-Pflege informiert.